Der Weg ist das Ziel

In meinem Fall ist das der Weg nach Hause 🙂 Ich kann gar nicht verstehen, warum die Frau so ein Bohei ums Ausreiten oder Spazierengehen macht. Ich weiß, wo ich wohne, die Frau hat den Stall zusammen mit mir ausgesucht, mir gefĂ€llt es da, und wenn das arme verwirrte Wesen, das meine monatlichen Rechnungen bezahlt, meint, ihre Erinnerung sei diesbezĂŒglich getrĂŒbt, dann helfe ich ihr gern auf die SprĂŒnge. Ich will ja nicht, dass sie mich aus Versehen irgendwo an der Leitplanke anbindet, bloß weil sie den Heimweg nicht findet. Womöglich mit einem Schild um den Hals „Zuhause gesucht“ :/

Ja, zugegeben, ich war einmal SEHR böse auf dem Nachhauseweg, weshalb die Frau jetzt gefĂŒhlte 30 Jahre Erziehungsdefizit in 3 Monaten aufholen will. Das macht aber keinen Spaß.

Vor allem nicht, seit sie das böse Gebiss entdeckt hat. Wenn ich damit beim Spazierengehen dynamisch rumhĂŒpfe, um ihr den Heimweg zu zeigen, tut das weh und ich muss ganz viele zusĂ€tzliche Kringel laufen und mindestens 5.000 Mal rĂŒckwĂ€rtsgehen. Manchmal bin ich mir aber nicht sicher, ob das taktische Manöver der Frau sind, weil sie sich verlaufen hat und hofft, so per Zufall den Stall wiederzufinden… 🙂 Und dann muss ich mich auch noch ihrem Tempo anpassen, weil sie sich mit ihren kurzen Beinchen einfach nicht vernĂŒnftig bewegen kann. Jede dreibeinige Schnecke ist schneller!

Wobei: Langsam gehen heißt ja fĂŒr meinereinen „Gras to go“. Fortbewegung und Nahrungsaufnahme in einer fließenden, einheitlichen Bewegung, die der Gehgeschwindigkeit der Frau perfekt angepasst ist. Mit anderen Worten: Man wird ordentlich satt dabei 🙂