Das Bein ist immer noch nicht lang und locker

Napoleon zu Pferd. Er zieht Knie und Absätze hoch.

„Das Bein ist lang und locker“, so fängt bei uns fast jede Reitstunde an, und zwar aus Gründen. Weil nämlich die Frau, meine sogenannte Besitzerin, sobald sie im Sattel angekommen ist, als erstes die Sitzposition querschnittsgelähmter Frosch einnimmt und nach Möglichkeit auch beibehält, denn sie ist natürlich weder entspannt noch sonstwie locker. „Das Bein ist lang und locker“ wiederholt Frau Reitlehrerin dann auch gebetsmühlenartig so lange, bis sich das Frauchen endlich entspannt und loslässt.

Manchmal geht das recht schnell, aber heute zum Beispiel dauert es ewig. Weil die sogenannte Besitzerin die von Frau Reitlehrerin verordneten Turnübungen natürlich nicht gemacht hat, denn das sieht erstens uncool aus, macht zweitens keinen Spaß und drittens hat sie schon wieder vergessen, wie die gehen. „Das Bein ist immer noch nicht lang und locker“ weiterlesen

„Trau dich, Fehler zu machen!“

„Und jetzt antraben und aussitzen“, sagt Frau Reitlehrerin mit einem freundlichen Lächeln und zack, schlechte Laune. Bei der sogenannten Besitzerin, nicht bei mir. Ich bin ein kleiner Sonnenschein und meistens gut gelaunt. Anders als meine Reiterin, die verspannt wie ein querschnittsgelähmter Frosch auf mir draufsitzt. „Mach ich nicht“, meutert sie. „„Trau dich, Fehler zu machen!““ weiterlesen