„Und was kann man noch alles mit Stangen machen?“

Ein Pferd guckt fragend in die Kamera

„Und was kann man noch alles mit Stangen machen?“, erkundigt sich die Frau, meine sogenannte Besitzerin. Die hat ja gerade wieder so Anfälle von Mut und Abenteuerlust. Ich finde das gut, frage mich aber, wieviel sie von den Beruhigungskräutern in der Futterkammer genascht hat. Ob das wohl bleibende Schäden hinterlässt? Stay tuned, ich werde berichten. Aber zurück zu den Stangen. Frau Reitlehrerin strahlt. „Oh, vieles! Du kannst sie dir passend für alle Gangarten hinlegen und da die Bewegungsqualität verbessern. Stangenarbeit hilft beim Muskelaufbau und verbessert die Koordination. Und vor allem bringt sie Spaß und Abwechslung!“ „„Und was kann man noch alles mit Stangen machen?““ weiterlesen

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Schrödingers Keks

Der Kopf vom Lutschi, in Erwartung von Leckerli

Kennt ihr das, wenn etwas da ist, aber andererseits auch nicht? Wie zum Beispiel die Pferdeleckerli in der rechten Jackentasche. Also nicht von mir, ich bin ja hier nur das Pferd und man sagt mir nach, ich würde lästern. Nein, gemeint ist natürlich die rechte Jackentasche der Frau, meiner sogenannten Besitzerin. Wenn die ausnahmsweise mal nicht auf mir rumsitzt, sondern mich zum Beispiel führt, tut sie das auf der linken Seite, weil das anscheinend so üblich ist. Ich kann also problemlos den Kopf in ihre rechte Jackentasche stecken oder es zumindest versuchen. Unternehmungslustigere Pferde wie zum Beispiel der Lutschi, was unser spanisches Mähnenwunder ist, fressen gleich die ganze Jacke mit. Gibt aber Ärger, weil: offiziell sind gar keine Kekse da. Schrödingers Keks, quasi. „Schrödingers Keks“ weiterlesen

Ist alles der Lutschi schuld

Das spanische Mähnenwunder mit Flauschi-Halfter vor winterlichem Hintergrund

Der Lutschi, was unser spanisches Mähnenwunder ist und mit vollem Namen Lucero heißt, hat sich letztens danebenbenommen und seitdem ist er alles schuld. Alles. Sonst war es ja immer meine Schuld, wenn was nicht klappt – reiten, ausmisten, longieren, sucht es euch aus. Oder die vom Mann, weil der falsch geguckt hat, falsch gefilmt oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Während das spanische Mähnenwunder süß geguckt hat und der kleine Goldschatz war. Tja, die Zeiten haben sich geändert. Gestern noch Seelenpferd, heute bööööser Lutschi. Herrlich. Ich feiere das.

Es fing an mit „Böser Lutschi, lass sofort meinen Jackenärmel los!“ Da hatte er wohl akuten Hunger oder akuten Übermut oder möglicherweise beides. Fand die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, aber so semi, dass der kleine Goldschatz seine Zähne in ihrem Jackenärmel vergraben hat. Vor allem, als die Jacke dann von ganz allein, sagt der Lutschi, kaputtgegangen ist. Da war vielleicht was los. „Ist alles der Lutschi schuld“ weiterlesen

Fast Springreiten

Ein sehr hübsches Pferd schaut in die Kamera und streckt die Zunge heraus

Wir machen jetzt Springreiten. Also, fast. Es hat jedenfalls mit Stangen zu tun, die im Weg rumliegen. Die Frau, meine sogenannte Besitzerin, ist ja amtlich anerkanntes Naturtalent in allem, und jetzt bildet sie sich ein, eine zweite Ingrid Klimke zu sein, furchtlos und verwegen. Und da gehört nun mal Springen dazu. Oder Cavaletti. Oder wenigstens Stangen auf dem Boden. Der Mann, der uns vor einiger Zeit zugelaufen und komischerweise immer noch da ist, muss ihr dabei assistieren und verstreut weisungsgemäß Sprungstangen auf dem Boden. Schnell stellt sich heraus, was man dabei alles falsch machen kann. Nämlich alles. „Fast Springreiten“ weiterlesen

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„Es hat Ohren?!“

Süße Pferdeöhrchen, von hinten gesehen

„Versuch mal, den Pfridolin an der offenen Zirkelseite außen mehr zu begrenzen“, ruft Frau Reitlehrerin.

Die Frau, meine sogenannte Besitzerin, und ich sind nämlich gerade auf unseren legendär eckigen Zirkelrunden unterwegs und Frau Reitlehrerin hätte gern, dass der Zirkel eben, nun ja, runder wird. Solang wir uns an der Bande entlang hangeln, fällt es nicht so auf, aber wenn es dann Richtung offene Zirkelseite geht, bauen wir vor X schon stark ab und ab X lassen wir nochmal deutlich nach, so dass es immer spannend ist, ob wir die Kurve noch kriegen oder in die andere Hallenhälfte taumeln. „„Es hat Ohren?!““ weiterlesen

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Winterzeit, wunderbare Winterzeit

Reithalle ohne Reiter.

Winterzeit ist Hallenzeit. Entweder es regnet, schneit, der Boden ist gefroren oder alles zusammen. Wer kennt es nicht: Lilly will freispringen, Anna longieren und Chrissie Bodenarbeit machen, und zwar gleichzeitig. Mirja möchte Reitkunst treiben. Fehlt nur noch die sogenannte Besitzerin, die mit Halsring reiten will, also in unserem Fall ohne Lenkung. „Winterzeit, wunderbare Winterzeit“ weiterlesen

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„Aber ich hab sie doch so lieb!“

Eingedeckte Pferde auf dem Paddock

Warm hier. Die Sonne scheint und ich habe eine dick gefütterte Decke an. Sicherheitshalber mit ebenfalls dick gefüttertem Halsteil, falls ein plötzlicher Blizzard unseren beschaulichen Hof heimsucht. Der Lutschi, was unser spanisches Mähnenwunder ist, trägt ein ähnliches Ensemble, komplett mit dick gefütterter Unterdecke. „Weil er es doch gern warm hat, der kleine Schatz“, flötet die Frau, unsere sogenannte Besitzerin. Ich habe schon mal versuchsweise angefangen, die Decke zu zerbeißen, die zeigt sich aber erstaunlich robust. Das spanische Mähnenwunder verfolgt eine andere Strategie und trinkt erstmal den Wasserbottich leer. Klar, bei den tropischen Temperaturen, die unter der Saunadecke herrschen, ist viel trinken wichtig.

Da kommt die sogenannte Besitzerin schon wieder. „Geht’s euch gut?“, säuselt sie. „Ich frier ja so schnell, das ist sehr unangenehm. Ihr seid ja zum Glück schön warm eingepackt.“

Ja, wir sind jetzt im Saunaclub, denke ich mir und höre nicht weiter zu, weil ich mich erstmal im Matsch wälzen muss. Erfrischend! Wenn ich jetzt noch herausfinde, wie ich die Decke am schnellsten schrotten kann, ist der Tag gerettet. „„Aber ich hab sie doch so lieb!““ weiterlesen

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Für euch gelesen: Reise zu einer Pferdeseele

Buchcover "Reise zu einer Pferdeseele"

Die sogenannte Besitzerin ist zum und aufs Pferd gekommen wie die sprichwörtliche Jungfrau zum Kind: Überraschend und danach wurde gefeiert. Man hat es ihr keineswegs an der Wiege gesungen, dass sie mal nicht nur einen, sondern gleich zwei Körper koordinieren würde, deshalb wird das auch nie passieren 😛 Von Haus aus hat sie die Eleganz eines Koalas und das Körpergefühl eines Steins. Ähnlich empathisch ist sie. Wobei sie in letzter Zeit auffallend flauschig ist (wahrscheinlich die Koala-Gene) und sich Mühe gibt, das spanische Mähnenwunder und mich beim Reiten und auch sonst nicht allzu sehr zu stören. Vielleicht hat das ja mit dem Buch zu tun, das sie gerade liest. Es heißt Reise zu einer Pferdeseele und da denkt man gleich, huiuiui, jetzt geht’s los mit Achtsamkeit und Esogeschwurbel, aber das tut es gar nicht. „Für euch gelesen: Reise zu einer Pferdeseele“ weiterlesen

„Weil ich’s kann, darum!“

Ein Pferd frisst Heu.

Meine heimliche Liebe zu Frau Reitlehrerin ist erkaltet. In Wirklichkeit ist sie eine fiese Spaßbremse. Wie konnte ich sie nur so verkennen? Aber der Reihe nach, es fing nämlich ganz harmlos an. Und zwar so:

„Guck mal, das sieht doch schön aus, oder?“ Glücklich lächelnd arrangiert Hansis Besitzerin die letzten Heuhalme. Sie hat nämlich auf „selber misten“ umgeswitcht, um Geld zu sparen. Und da der Stall eine Heu-Flatrate anbietet, hat sie Hansis Box kurzerhand mit Heu eingestreut. Zum einen ist der Weg zum Heulager nicht so weit wie der zum Strohlager, und Späne oder so was sind ihr schlicht zu teuer. „So kann der Hansi schön im Heu schlafen und im Liegen noch was knabbern.“ „„Weil ich’s kann, darum!““ weiterlesen

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