Immer noch keine Piaffe – das neue Buch!

Immer noch keine Piaffe, schön fotografiert!

Reiten ist ganz einfach, so lange man es nicht versucht. Die Einzige, die das nicht glauben will, ist – wie könnte es anders sein – die Frau, die sogenannte Besitzerin vom Lutschi und mir. Und weil wir sie mittlerweile kennen, sind wir auch nicht mehr ganz so überrascht, dass sie sich statt langweiliger Sitzübungen oder uncooler Beschäftigungen wie korrekter Hilfengebung (nicht am Zügel ziehen! Becken abkippen! etc) direkt mit Grand Prix-Lektionen beschäftigen will. Mindestens. Wobei auch die Hohe Schule einen gewissen Reiz auf sie auszuüben scheint. Wiener Hofreitschule und so. Beim Ausreiten fühlt sie sich dann wahlweise wie Ingrid Klimke oder die Queen, je nach Tagesform und der Menge an Beruhigungskräutern, die sie heimlich in der Futterkammer geknabbert hat.

Der Lutschi aka das spanische Mähnenwunder ist ja so schlicht gestrickt, dass er viele Dinge für normal hält, aber manchmal wundert sogar er sich. Glücklicherweise muss er seine beiden Gehirnzellen dabei aber nicht übermäßig abnutzen, denn für die komplizierten Dinge bin ich zuständig. Auch im Reitunterricht, wie ich leider sagen muss. Da kollidieren dann die Erwartungshaltung der Frau und die Realität in Form von Frau Reitlehrerin miteinander.

Geringere Geister wären sicherlich längst am Starrsinn der Frau verzweifelt, die partout Piaffe reiten will, obwohl sie eigentlich schon mit schönen runden Zirkeln überfordert ist. Und „handunabhängiger Sitz“ gehört auch nicht gerade zu ihrem aktiven Wortschatz. Aber Frau Reitlehrerin weiß nicht nur alles, sie kann vor allem alles so erklären, dass es sogar meine für gewöhnlich beratungsresistente Reiterin umsetzen kann.

Die besten Geschichten aus dem Blog und viele neue Abgründe aus dem Reiterleben! Mit Fotos! Zum Selberlesen, Liebhaben und Verschenken!

Immer noch keine Piaffe – Geschichten vom Pferd
Autor: Pfridolin Pferd
Verlag: BoD
188 Seiten mit 47 Farbfotos
13,99 EUR, eBook 3,99 EUR (für kurze Zeit, später mehr)
ISBN-13: 978-3750410916

Für euch gelesen: Im Kreis der Herde

Das spanische Mähnenwunder liest ein Buch, nämlich "Im Kreis der Herde".

Wir haben ein ganz spannendes Buch bekommen. Es heißt „Im Kreis der Herde“ und beschreibt das Leben von Wildpferden, und zwar so, wie man es bisher noch nicht kannte. Der Mensch, der es geschrieben hat, heißt Marc Lubetzki und ist ein bekannter Tierfilmer. Er hat lange mit Wildpferden gelebt und es geschafft, dass die ihn in ihre Herden eingeladen haben. Doch, haben die wirklich. Wir Pferde machen sowas.

Aber der Reihe nach. Der Lutschi, unser spanisches Mähnenwunder, behauptet, dass er sich mit dem Wildpferdsein voll auskennt, weil er ja mal in Andalusien gewohnt hat und da jeden Tag in die Berge gegangen ist. Er nennt es Campo, weil er findet, dass sich das interessanter anhört, aber da muss man nichts drauf geben. Abends gabs dann Futter in der heimischen Finca, weshalb ich glaube, dass er sich nicht allzu weit davon entfernt hat. Aber seis drum. Der Lutschi ist jetzt also selbsternannter Wildpferdexperte und hat sich mühsam durch das Buch durchbuchstabiert. Die schwierigen Wörter hab ich ihm erklärt, aber so viele gabs davon gar nicht. Was es aber gab, waren Fotos. FOTOS! Jede Menge supertolle, ausdrucksstarke Fotos. Da hat sogar der Lutschi verstanden, worum es geht. „Für euch gelesen: Im Kreis der Herde“ weiterlesen

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Der untrügliche Instinkt oder: All you can eat bis zur Hufrehe

Der Lutschi von hinten

Wir dürfen jetzt alles essen, was wir wollen! Die Frau nennt es ein Experiment. Sie hat in einem ihrer Wendy-Hefte gelesen, dass wir Pferde einen untrüglichen Instinkt haben und nur fressen, was uns gut tut. Gerade stellt sie auf unserem Paddock alle fünf Meter einen Futtertrog mit Äpfeln, Möhren und Hafer auf. Also würde sie, wenn sie der Lutschi ließe. So sind es halt umgekippte Futtertröge. Das sieht zwar nicht ganz so adrett aus, aber dafür ist die Frau umso flotter beim Nachfüllen. „Der untrügliche Instinkt oder: All you can eat bis zur Hufrehe“ weiterlesen

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Ausritt mit Barockpferd

Das spanische Mähnenwunder guckt hungrig in die Ferne.

Ich habe einen neuen Job! Obwohl ich ja als Freizeitpferd eigentlich gar nicht arbeiten darf. Aber weil ich versprochen habe, mich a) dabei nicht unnötig zu verausgaben, b) gleichzeitig aber das spanische Mähnenwunder ordentlich in Wallung zu bringen, hat die Gewerkschaft der Freizeitpferde schließlich doch zugestimmt. Und seitdem bin ich Personal Trainer und überwache den spanischen Pummel. Der muss nämlich Bauch, Beine, Po machen und ich passe auf, dass er sich auch tüchtig anstrengt.

Meistens finden die Übungseinheiten auf dem Paddock oder der Weide statt, aber manchmal geht’s auch raus, ins Gelände. Dann nascht die Frau vorher von den Beruhigungskräutern aus der Futterkammer und tut ganz souverän, aber das wisst ihr ja. Der Mann und ich kommen mit, um die Frau auf Gefahren (ich) oder landschaftliche Besonderheiten (der Mann) hinzuweisen. Und natürlich ist auch Frau Reitlehrerin auf Faxe dabei, um dem ganzen einen pädagogischen Anstrich zu verleihen. „Ausritt mit Barockpferd“ weiterlesen

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Die Frau will Spo-ho-horen

Der Lutschi guckt ganz traurig, weil die Frau mit Sporen reiten will.

Einmal so reiten wie die im Fernsehen oder auf den tollen Videos, das wär‘s doch. Warum klappt das bei allen anderen, nur bei ihr nicht? Die Frau, meine sogenannte Besitzerin, betreibt Ursachenforschung und kommt schnell darauf, was ihr dazu noch fehlt: Die Sporen. Klar, oder? Alle reiten mit Sporen. Nur sie darf das nicht.

In der nächsten Reitstunde konfrontiert sie Frau Reitlehrerin mit ihrem allerneuesten Herzenswunsch. Und wie sie es sich schon gedacht hat, ist die dagegen. War ja irgendwie klar. Frau Reitlehrerin reitet selbst nie mit Sporen. Wahrscheinlich hat sie noch nicht mal welche. Und sie soll jetzt darunter leiden. „Die Frau will Spo-ho-horen“ weiterlesen

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Wozu Bodenarbeit, wenn man doch reiten kann?

Das spanische Mähnenwunder spielt mit dem Schlauch.

Ich weiß nicht, ob euch das schon aufgefallen ist, aber es ist furchtbar, furchtbar warm. Das spanische Mähnenwunder und ich wollen schon gar nicht mehr auf die Weide, weil wir die a) schon leergefressen haben und es da b) weder Springbrunnen noch c) eine Klima-Anlage gibt. Und die paar Bäumchen am Rand kann man nicht so wirklich ernstnehmen. Vor allem, weil wir die unteren Äste schon gegessen haben und die sogenannten Bäumchen jetzt aussehen wie Zahnstocher.

Tolerant, wie wir sind, gehen wir aber trotzdem jeden Tag raus und erkunden alternative Nahrungsquellen (Spaziergänger anbetteln, Nachbarwiese untersuchen). Und die restliche Zeit ist uns warm. „Wozu Bodenarbeit, wenn man doch reiten kann?“ weiterlesen

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Die Frau federt mit den Absätzen. Also, fast.

Die Frau federt mit den Absätzen. Zumindest theoretisch.

Neulich im Reitunterricht: Das Wetter ist schön, der Himmel lacht, sogar meine sogenannte Besitzerin guckt nicht ganz so grimmig verspannt konzentriert wie sonst. Dann lächelt Frau Reitlehrerin freundlich und kommandiert: „Antraben, aussitzen.“

Und zack, schlechte Laune. Ich setze mich trotzdem folgsam in Bewegung. Ihr kennt mich: „Stets hilfsbereit“ ist mein zweiter Vorname. „Die Frau federt mit den Absätzen. Also, fast.“ weiterlesen

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Lazarus Reloaded oder: Die Wunderheilung

Der Lutschi geht spazieren

Heute war der Tierdoc da und hatte schlechte Nachrichten für den Lutschi: Er müsste die Frau wieder tragen. Die Sehne wäre wieder voll toll in Ordnung und sollte belastet werden. Er drückt das natürlich wissenschaftlich aus, aber sowas versteht das spanische Mähnenwunder ja nicht. Was es aber versteht, ist, dass unsere sogenannte Besitzerin eine Last ist. Endlich sagt es mal jemand. Ich feiere den Tierarzt dafür! Und dass die nahrhaften Wanderungen durch die Nachbarschaft ein Ende nehmen sollten. „Lazarus Reloaded oder: Die Wunderheilung“ weiterlesen

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„Du hast mir ins Atmen gequatscht!“

Kann nur atmen, wenn sie sich konzentriert: Die Frau

Neulich im Reitunterricht: Die sogenannte Besitzerin sitzt auf mir rum. Ihre Beine sind lang und locker, der Rücken gerade (kein Hohlkreuz!), der Unterkiefer ist entspannt (ihrer und meiner). Sogar an das Daumendach auf den weichen Zügelfäusten hat sie gedacht. Außerdem ist ihre Gehirnaktivität ungefähr bei null, was ich sehr angenehm finde. Dann werde ich wach und setze mich in Bewegung, weil ich Frau Reitlehrerin sehe und sie begrüßen will. „„Du hast mir ins Atmen gequatscht!““ weiterlesen

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