In die Wendung drehen like a Fragezeichen

Das spanische Mähnenwunder läuft rum und findet sich schön.

Einmal einen schönen runden Zirkel hinkriegen und dann was anderes machen, das wärs doch. Statt dessen nötigt mich meine ungeschickte, aber hochmotivierte Besitzerin, auch bekannt als „die Frau“, zu einem Achteck nach dem anderen. Mit Ausbeulungen an Stellen, wo keiner mit gerechnet hat und wo definitiv auch keine hingehören. Nach der drölfzigsten Zirkelrunde erbarmt sich Frau Reitlehrerin, die zufällig gerade vorbeikommt, und bietet eine Spontanreitstunde an.

„Aha“, erwidert die Frau misstrauisch. Die will sich doch nur an mir bereichern, denkt sie. Laut fragt sie: „Wieso denn das?“

Frau Reitlehrerin strahlt: „Ich glaube, ihr habt euch da gerade festgefahren und da würde ich euch gern helfen.“

Bevor es noch schlimmer wird, denke ich und unsere Blicke treffen sich. „In die Wendung drehen like a Fragezeichen“ weiterlesen

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Turnstunde für Steifftiere

Ich wälze mich im Sand. Das ist irgendwie auch Turnen. auch

Bei uns wird jetzt geturnt. Ich hoffe, die Frau verletzt sich nicht. Sie hat doch so gar keine Körperkontrolle, wie leicht tut man sich da weh.

Frau Reitlehrerin hat nämlich beschlossen, dass die Frau, die ja bekanntlich ein Bewegungswunder ist, zumindest ein rudimentäres Körpergefühl entwickeln sollte, das heißt, sie sollte im Ansatz wissen, wo sich ihre Körperteile gerade aufhalten, und zwar nicht nur beim
Auf-dem-Sofa-sitzen, nein, auch beim Reiten. Auf einem sich bewegenden Pferd. Eventuell sogar im Trab und Galopp 🙂

Sie behauptet immer, das käme vom Büro. Sie würde den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und am PC und gleichzeitig telefonieren und dann wäre man halt so steif wie sie. Komisch nur, dass andere Reiterinnen, die auch im Büro arbeiten, nicht ganz soviel Eigendynamik in ihren Armen und Beinen haben. Das sind übrigens die, die nicht die ganze Zeit an den Zügeln rumzuppeln und die Beine einfach nur ruhig runterbaumeln lassen 😉

Faxe sagt, die Dinosaurier hatten zwei Gehirne – eins im Kopf und eins im Schwanz. Weil die ihren Körper ansonsten gar nicht hätten bewegen können. Vielleicht wäre das ja was für die Frau – ein Extragehirn für die Arme und eins für die Beine ?

Bis es soweit ist, wird aber geturnt. Glücklicherweise macht sie das meiste ohne mich und ich muss nur bei wenigen Übungen mithelfen, zum Beispiel beim Radfahren. Dabei sitzt sie auf mir drauf und strampelt mit den Beinen wie beim Radfahren, vorwärts und rückwärts. Die anderen Pferde haben vielleicht geguckt, als sie das gesehen haben. Peinlich, sag ich euch. Jetzt hab ich ja glücklicherweise ein weißes Bein und bin erstmal vom Turnunterricht befreit 🙂