Ja, genauso habe ich auch geguckt. Das ist doch ein Widerspruch in sich und komplett unmöglich. Wenn Gras, dann reinhauen bis zur Bewusstlosigkeit. Oder bis die sogenannte Besitzerin so laut schimpft, dass einem die Ohren bluten. Begriffe wie „satt“ kommen in meiner Welt nur am Rande vor. Aber wo sie ganz sicher nicht vorkommen, das ist die kleine Welt des spanischen Mähnenwunders, das sich so zügig durch ganze Wiesen fräst, als hätte man in seine Vorfahren Hochleistungsrasenmäher eingekreuzt. „Angrasen, aber zivilisiert“ weiterlesen
Obdachlos
Wir sind jetzt obdachlos, der Lutschi und ich und die anderen Wallache. Wer ihn nicht kennt: Der Lutschi ist unser spanisches Mähnenwunder, das beide Gehirnzellen fürs Mähnenwachstum benötigt. Nutzt ihm aber auch nix, weil er jetzt draußen schlafen muss. Wie die nackten Wilden aus dem Offenstall.
Das muss man sich mal vorstellen: Adieu, schöne Box! Adieu, kuscheliges Strohbett, wo einen keiner ärgern kann. Tschüs, Privatsphäre! Hallo große Wildnis mit unheimlichen E-Bikes und freilaufenden Hunden. Und hallo andere Pferde, die sofort zurückärgern und einen sogar jagen können, wenn man nicht spontan ihrer Meinung ist. „Obdachlos“ weiterlesen
Dertutnix und Derwillnurspielen und die Pferdeweide
„Dertutnix! Derwillnurspielen!“, ruft die fremde Frau, die bei uns am Weidezaun steht. Dertutnix und Derwillnurspielen tummeln sich derweil bei uns auf der Weide, schnuppern hier, gucken da und steuern schließlich auf uns Pferde zu. Dertutnix ist gelb und flauschig, Derwillnurspielen schwarz und schnell. Gerade umkreist er den Lutschi, was unser spanisches Mähnenwunder ist und für gewöhnlich tiefenentspannt. Ganz anders als die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, die in diesem Moment wie ein Pilz aus dem Boden wächst und sich nicht entscheiden kann, wen sie als erstes auffrisst: Die Hunde oder die fremde Frau. Ihre Wahl fällt auf die fremde Frau. „Dertutnix und Derwillnurspielen und die Pferdeweide“ weiterlesen
Gras to go
Ich bin ganz aufgeregt, gleich geht’s nämlich los. Die sogenannte Besitzerin und ich gehen essen. Es ist Zeit zum Angrasen, hurra!
Nun gibt es da ja mehrere Sorten: Die Pingeligen Systematischen, die täglich und bei Wind und Wetter mit der Stoppuhr losziehen und minütlich steigern. Stichwort: „Heute hat er gar nicht gefressen und nur in der Gegend rumgeguckt, so können wir den Plan NIE einhalten!“ „Gras to go“ weiterlesen
