„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando

„Nie macht der Pfridolin, was ich ihm sage. Nie.“ Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, ist sauer. Der Lutschi, der mit vollem Namen Lucero heißt oder auch „das spanische Mähnenwunder“, glotzt verständnislos durch seine langen Stirnzotteln. Das kann er gut und bekommt dafür aus unerfindlichen Gründen jede Menge Leckerli. Weil das ja soooooo niedlich ist. Ach so. Ich dagegen gucke klug und habe leider keinen nennenswerten Schopf, weshalb sich die Frau von mir beobachtet fühlt und mit den Leckerli etwas zurückhaltender ist. Macht aber nix, ich hol mir die Differenz nachher aus der Futtertonne, wenn sie nicht aufpasst. Wo war ich? Ach ja, Stimmkommmandos.

„Ich hab ihm schon tausendmal gesagt, er soll endlich stehenbleiben und sich nicht dauernd bewegen, wenn ich ihn am Anbinder festmache und putzen will. Glaubst du, er hört darauf? So ein Mistvieh. Und überhaupt, hör mir auf mit Stimmkommandos!“ So langsam redet sich die sogenannte Besitzerin in Rage. „Stimmkommandos sind der größte Quatsch. Die klappen nie. Nie.“ „„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando“ weiterlesen

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Angrasen, aber zivilisiert

Ja, genauso habe ich auch geguckt. Das ist doch ein Widerspruch in sich und komplett unmöglich. Wenn Gras, dann reinhauen bis zur Bewusstlosigkeit. Oder bis die sogenannte Besitzerin so laut schimpft, dass einem die Ohren bluten. Begriffe wie „satt“ kommen in meiner Welt nur am Rande vor. Aber wo sie ganz sicher nicht vorkommen, das ist die kleine Welt des spanischen Mähnenwunders, das sich so zügig durch ganze Wiesen fräst, als hätte man in seine Vorfahren Hochleistungsrasenmäher eingekreuzt. „Angrasen, aber zivilisiert“ weiterlesen

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The Power of Whoa

Die sogenannte Besitzerin mag nicht mehr ausreiten. Gar kein bisschen. Noch nicht mal die itzi-bitzi-winzige Zehn-Minuten-Runde einmal um den Hof. Anscheinend haben die Beruhigungskräuter aus der Futterkammer ihre Wirkung verloren. Letzte Woche sind wir noch durch die Wälder gebrettert, als gäbe es kein Morgen mehr. Und jetzt? Fehlanzeige. Weil ich möglicherweise letztens zu gut auf uns beide aufgepasst habe. Was soll ich tun, wenn ich nicht gerade Freizeitpferd bin, bin ich Frauchenretter. Und wenn was Gefährliches im Gebüsch lauert, gehe ich kein Risiko ein und bringe uns beide in Sicherheit, ob die Frau das nun will oder nicht. Wenn nichts Gefährliches im Busch lauert, laufe ich allerdings auch schnell wie der Blitz daran vorbei. Ich will ja nicht warten, bis es irgendwann mal gefährlich wird. „The Power of Whoa“ weiterlesen