Die Weihnachtsquadrille und der Kamm

Die Frau und ich von hinten.

Else und ich verbringen neuerdings mehr Zeit miteinander, wenn auch gezwungenermaßen. Wegen der Weihnachstquadrille nämlich. Die studieren wir frühzeitig ein, weil Frau Reitlehrerin eine Zeitlang sehr humorlos war, weil letztes Jahr alles schief gegangen ist brav und gewissenhaft wie wir sind.

Kennt ihr Quadrille? Das ist so ähnlich wie Pas de deux, nur mit ganz vielen. Man reitet meist nebeneinander her oder durcheinander durch, und das ganze zu passender Musik. Also organisiertes Chaos. Frau Reitlehrerin hat sich eine komplizierte Choreographie ausgedacht und die Reiter – allen voran die Frau – geben sich wie immer größte Mühe, alles durcheinander und Frau Reitlehrerin zur Verzweiflung zu bringen.

Was mir daran besonders gut gefällt, ist, dass wir feste Partner haben. Ich bin also zumindest für die Dauer der Quadrille nicht mehr Single. Else, meine Ex, muss jetzt neben mir herlaufen. Sie denkt allerdings, es wäre umgekehrt und ich müsste mich nach ihr richten. Lustig, was die Mädels immer so meinen 😉

Faxe ist auch dabei. Nachdem er Else letztens schamlos auf dem Paddock angeflirtet hatte, während ich einen Termin bei Frau Schmied hatte, konzentriert er sich jetzt zur Abwechslung auf Lotta, seine Quadrillenpartnerin. Lotta ist eine Welsh Cob-Stute, also auch eher knubbelig und flauschig. Die beiden können sich bestimmt prima über Essen und Haare unterhalten.

Pferdefreundliche Pflege und Putzzeug *

So, und was ist jetzt mit dem Kamm in der Überschrift? Wie man auf dem Foto sehr schön sehen kann, haben die Frau und ich beide ein Frisurenproblem, aber darum geht es jetzt ausnahmsweise nicht. In der Quadrille ist der Kamm eine Figur, bei der sich alle Reiter und Pferde auf der Mittellinie treffen, aber nur fast. Man sagt auch „gegeneinander aufmarschieren“ dazu. Die eine Hälfte der Quadrillenpaare (also zum Beispiel Else) ist auf der gegenüberliegenden langen Seite, und die andere Hälfte (also zum Beispiel ich) auf der anderen. Auf ein Zeichen hin laufen alle mehr oder weniger koordiniert aufeinander zu und (ganz wichtig!) auf Höhe der Mittellinie geradeaus durcheinander durch. Im Idealfall bewegt man sich auf einer geraden Linie und erreicht gemeinsam mit allen anderen aus der Gruppe die gegenüberliegende lange Seite. Es ist also quasi wie Plätze tauschen.

Worauf man achten muss:
1. Dass man sich nicht gegenseitig über den Haufen reitet.
2. Dass man mit seiner Gruppe halbwegs gleichzeitig die Mittellinie erreicht und den entgegenkommenden Pferden (also Else) soviel Platz lässt, dass sie geradeaus an einem vorbei können.
3. Dass manche Pferde wegen bestimmter figürlicher Besonderheiten mehr Platz als andere brauchen. Else zum Beispiel. Oder Faxe und Lotta, die beiden Kugelblitze.
4. Dass man anderen Pferden nicht so auf den Pelz rückt, dass sie es persönlich nehmen. Ich spreche da aus Erfahrung 😉
6. Und dass man sich vorher darüber einigt, in welcher Richtung es auf der anderen Seite (nach Überquerung der Mittellinie) weitergeht
7. Siehe Erstens.

Viel Spaß beim Üben!

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Romantik und Frisur

Else und ich haben miteinander gesprochen. Am Paddockzaun. Sie auf der einen Seite und ich auf der anderen, und sie hat gar nicht über meine Figur gelästert. Ich aber auch nicht über ihre. Wie so’n Liebespaar.

Was man an dieser Stelle vielleicht noch erwähnen sollte: Wir tragen natürlich beide unsere Paddockdecken, so dass man Elses barocke Formen ohnehin nur erahnen kann. Da reißt auch der angeblich schlankmachende Rallyestreifen nix raus, den Elses Besitzerin ihr geschoren hat. Scheren kennt ihr, ne? Das ist wie Rasieren, nur mit mehr Möglichkeiten, sich zu vertun. Man macht das, weil unsereiner manchmal einen ganz außerordentlichen Winterpelz entwickelt, sich aber trotzdem bewegen muss (wegen Lunge, Stoffwechsel und so). Da ist es ganz praktisch, wenn einem nicht sofort der Schweiß ausbricht.

Die Frau hat mir auch schon mit zitternder Hand die schrecklichsten Muster ins Fell gefräst, ich weiß also, wovon ich spreche. Es fängt normalerweise damit an, dass sie die Kreide vergessen hat und so keine Linien vorzeichnen kann. Dann kriegt sie (natürlich) die Schermaschine nicht in Gang. Ich habe mich durchgesetzt und den Kauf einer akkubetriebenen Maschine angeordnet, weil die Frau und ich beide Angst vor Stromkabeln haben. Da ist es natürlich günstig, wenn man vor dem Scheren den Akku aufgeladen hat 😉

Na ja, und dann ist der Katastrophe Tür und Tor geöffnet. Andere Pferde bekommen gerade Linien und schwungvolle Kurven geschoren, so dass in der Sattellage oder auf dem Rücken oder manchmal zusätzlich noch am Hals das Winterfell stehen bleibt. Ein zusätzlicher Bonus ist es, wenn beide Seiten gleich aussehen. Manche Pferde bekommen sogar ein Sternenmuster auf den Hinterschinken. Oder einen Drachen. Das sieht dann aus wie ein Tattoo. Drachen sind toll, die heben die Laune und man fühlt man sich auch gleich viel männlicher, wenn man einen Drachen auf dem Hintern hat. (Auf dem Rücken hab ich ja ohnehin schon einen sitzen 🙂 )

Und dann gibt’s da noch den Rallyestreifen. Das ist so ein Querstreifen, der seitlich am Pferdekörper geschoren wird. Auch das kann man sehr schön und ordentlich machen. Ich weiß das, weil ich es schon bei anderen gesehen habe. Bei Else zum Beispiel. Gut, der Querstreifen macht nicht unbedingt schlank – aber wenigstens ist er gerade und nicht so eine zittrige, schiefe Schlangenlinie wie bei mir im Plüsch. Das kann einen schon depressiv machen.

Aber genug gejammert. Was Else und mich im Moment vereint, ist unsere gemeinsame Abneigung Skepsis dem Neuen gegenüber. Bonito. Er weigert sich, von Else gemobbt zu werden, was ich grundsätzlich schon mal charakterstark und mutig finde. Andererseits ist Else ja auch meine Boxennachbarin und ich habe mich von daher gezwungenermaßen freiwillig bereit erklärt, ihr mit Bonito zu helfen. Sie hat gedroht, mich sonst die ganze Nacht über zu ärgern, und ich bin bekanntlich jemand, der vernünftigen Argumenten zugänglich ist.

Wir passen jetzt also gemeinsam auf ihn auf und ich kann ihn angiften. Aus sicherer Entfernung, versteht sich. Das ist schon fast so wie in einer Beziehung, glaube ich. Ich fühle mich auch ein bisschen romantisch, jetzt, wo sie auf mich angewiesen ist und ihr Freund, das Sportpferd Konrad, woanders auf dem Paddock steht 🙂 Jetzt glauben alle, Else wäre in mich verliebt, weil wir so lange am Zaun nebeneinander stehen. Ich weiss auch gar nicht, wie Konrad das findet. Nicht, dass Else wegen mir Beziehungsstress bekommt 🙂

Neues vom langen Bein

Die arme Frau. Jetzt hat sie die wunderbaren neuen Stiefel, die in etwa so bequem sind wie ein bis zwei Gipsbeine, und trotzdem keinen lockeren Oberschenkel. Wahrscheinlich ist das auch wieder meine Schuld. Ich kenn das schon. Der Mann und ich teilen uns die Schuld an allem, was nicht klappt, vom schlechten Wetter bis zur zu engen Reithose.

Weil die Frau zwischendurch wieder mit den alten Reitstiefeln geritten ist, hatte ich mich schon gefragt, was wohl mit dem neu gekauften langen Bein passiert ist. Vielleicht hat sie es ja in den Schrank gestellt oder in ihrer üblichen Unordnung verschlampt verlegt. Vielleicht ist es auch in Urlaub? Die Frau sagt, im Urlaub hätte sie ein ganz toll langes Bein gehabt. Überhaupt wäre sie im Urlaub toll geritten. Immer dann, wenn grade keiner geguckt hätte. Das wäre bei ihr eigentlich immer so – wenns klappt, guckt keiner. Und wenn jemand zuguckt, klappt natürlich gar nix. Als sie das gesagt hat, hat sie den Mann und Frau Reitlehrerin so komisch von der Seite angeschaut. Aber die beiden kennen sie anscheinend schon länger und tragen es mit Fassung.

Aber man fragt sich schon, wieso nur ein langes Bein und nicht zwei, oder? Also mir ist das natürlich direkt aufgefallen, und ihr wahrscheinlich mittlerweile auch. Na, Hauptsache, das ganze lästige Geld ist erstmal weg, so dass sie in Ruhe auf ein zweites langes Bein sparen kann.

Auf jeden Fall sind ihre Beine mit den neuen Reitstiefeln schön ruhig – kein Rumwackeln mehr, keine hochgezogenen Absätze, die sich in meinen muskulösen Bauch bohren – prima! Das liegt aber nicht etwa daran, dass die Frau ganz plötzlich reiten gelernt hat, sondern es kommt natürlich daher, weil die schicken Dressurstiefel so flexibel und bequem wie Skischuhe sind. Mit Skiern dran.

Aber die Stiefel sind schon auch schön und machen ein elegant schlankes Bein. Von daher hat sich der Kauf irgendwie auf jeden Fall gelohnt. Und damit es noch schöner wird und vielleicht sogar irgendwann auch mit dem Reiten klappt, hat Frau Reitlehrerin der Frau ein neues inneres Bild zum Üben gegeben. Sie soll sich nämlich vorstellen, sie würde beim Reiten nach oben und unten wachsen. Wie ein Baum. Aber schon eher wie eine Pappel, nicht wie so ne Bonsai-Trauerweide. Als die Frau das zum ersten Mal ausprobiert hat, war es irgendwie ein cooles Gefühl. Sie so mit Körperspannung und ich so mit Körperspannung. Das kenn ich sonst gar nicht von uns. Und alles nur, weil sie an einen Baum gedacht hat. Schon toll, oder? Ich probiere das gerade auch aus und denke an Möhren. Bin gespannt, was passiert 🙂

Herbst

Rosas Decke im Härtetest

Pünktlich zur Paddocksaison fängt der Herbst an. Komisch, wie das immer so auskommt.
Gestern war noch Sommer und wir hatten ganz viel Platz und nicht mehr ganz so viel Gras, heute gibt’s Paddock und Heu, aber so viel, dass Faxe und ich den ganzen Paddock damit dekorieren konnten. Also von daher: coole Sache. Bei Faxe besteht ja immer die Gefahr, dass er aufgrund seiner Tinkerhaftigkeit zum Staubsauger mutiert und alles isst, was er findet. Er sagt dann immer, bei uns könnte man vom Boden essen, es läge ja genug rum 😉 Da kann er sich aber jetzt auf dem Paddock ranhalten und es bleibt immer noch genug für die Frau übrig. Zum Selberessen Aufräumen.

Die Frau ist sich treu geblieben und hat die Gelegenheit genutzt, auf einen Satz mehrere Paddockdecken für mich zu kaufen. Anscheinend hat sie eine Pferdedecken-Flat. Die braucht sie auch, weil mir entweder zu kalt oder zu warm ist – ihr kennt das.

Wir sind jetzt auch alle im Qualitätsmanagement tätig und testen unsere Decken regelmäßig auf Reißfestigkeit. Rosas Lieblingsdecke (ihr seht sie auf dem Foto, und ich soll euch ausrichten, dass die Farbe Berry heisst und total in ist) ist anscheinend ziemlich unverwüstlich. Else hat auch eine Decke in der Farbe. Um ihr zartes, mädchenhaftes Wesen zu betonen, sagt sie. Ja sicher, wenn Else mal grade niemanden durch die Gegend jagt, ist sie wirklich kuschelig und anschmiegsam. Da muss man sich aber beeilen, damit man’s mitkriegt 😉 Ich würde mich auch nicht trauen, sowas zu schreiben, wenn ich nicht genau wüsste, dass Else und ich durch 10.000 Volt getrennt sind 😉

Else und Bonito stehen nämlich auf dem Nachbarpaddock, und Faxe und ich haben ein Paddock nur für uns. Bonito ist neu. Er wohnt erst seit ein paar Wochen bei uns, und in seinem alten Stall war er Herdenchef. Davon merkt man im Moment aber nix, denn die zarte und mädchenhafte Else mobbt ihn. Er hätte die falsche Farbe und man würde sich ja eigentlich gar nicht kennen, meint sie. Da wäre es doch ein bisschen viel verlangt, wenn man so einfach zwangsverpartnert würde. Eigentlich lustig, denn bei Konrad hat sie sich nicht so angestellt. Der hat sie mit seinem gesamten muskelbepackten Körper angelächelt und BAM! war sie hin und weg. Aber jetzt tut sie ganz entrüstet und scheucht Bonito übers Paddock. Der kann ihrer geballten Masse Kraft Anmut nicht wirklich was entgegensetzen und ist beeindruckt. Faxe hat er wohl gesagt, er täte das nur, um ihr Selbstbewußtsein aufzupolieren, aber ich glaube, er lügt. Elses Selbstbewußtsein ist nämlich genauso groß und stark wie Else selbst.

Das war aber nicht immer so. Als sie zu uns kam, kannte sie nur ihre Box und im Sommer mal eine Stunde Einzelweide. Wegen der Verletzungsgefahr und weil sie anscheinend so teuer war, dass ihre früheren Besitzer kein Geld mehr für den Tierarzt übrig hatten. Und jetzt hat sie so viel Spaß – zwar auf Bonitos und meine Kosten, aber wir tun es ja gern irgendwas ist ja immer.

Bonito muss also ganz schön viel laufen, weil Else ihn mobbt. Und wenn ich nicht aufpasse, will Faxe ihn auch jagen. Daran erkennt man, dass ich Chef bin. Nämlich daran, dass ich aufpasse und Faxe abschirme. Der gehört nämlich mir und hat sich nicht mit den Nachbarn zu unterhalten.

Leider ist dieses Chefsein und Aufpassen ganz schön anstrengend – damit hatte ich nicht gerechnet. Ich bin auch ein bisschen entsetzt, wie dynamisch Faxe mit einem Mal ist. So kenne ich ihn gar nicht. Nicht, dass er aus Versehen noch abnimmt 😉 Ich bin auf jeden Fall nach 2 Tagen Chefsein urlaubsreif. Nicht, dass ICH noch abnehme!

Interview für die Pferdeflüsterei – sensationelle Enthüllung: Pferde können doch lesen und schreiben

Als Popstar hat man’s schwer – dauernd Autogrammwünsche und Interviews geben. Ihr kennt das.

Ich bin ja sonst sehr zurückhaltend, fast schüchtern, was Meinungsäußerungen im Internet betrifft, aber für die Pferdeflüsterei habe ich eine Ausnahme gemacht, weil Petra so nett gefragt hat. Dabei hat es fast gar keine Rolle gespielt, dass von Möhren (vielen Möhren!) die Rede war und sie mich mit meiner Fernverlobten in Andalusien gelockt hat – die gehört nämlich ihr.

Das Interview findet ihr hier – schaut doch mal rein!

Irgendwie mehr Sport

Frau Reitlehrerin hatte eine gute und eine schlechte Nachricht für mich. Die gute: Ich habe Bauchmuskeln. Die schlechte: Ich muss sie benutzen. Der Frau geht’s anders, aber ähnlich: Sie hat keine Bauchmuskeln, soll sie aber trotzdem benutzen.

Und jetzt? Wird ganz tief in die Kiste mit den guten Vorsätzen gegriffen und festgestellt, dass man ja eigentlich immer schon irgendwie mehr Sport treiben wollte. Außerdem hat die Frau gelesen, dass alle richtig tollen Reiter angeblich nebenbei noch eine andere Sportart betreiben. Sie hat daraus messerscharf gefolgert, dass sie automatisch besser reitet, wenn sie nebenbei was anderes sportelt. Auch wichtig: dass dabei tüchtig Kalorien verbrannt werden. Jetzt, wo die Tage kürzer werden und man immer soviel Hunger hat, spannt nämlich ihr Hosenbund ein wenig. Ich sag ihr das schon lange, aber ich werd hier ja unterdrückt. Gottseidank hat sie es selbst gemerkt 🙂 Einmal hat der Mann den Fehler gemacht und ihre Frage „Bin ich dick?“ spaßeshalber mit „Ja“ beantwortet. Hui, da war was los.

Jetzt beginnt die Suche nach der richtigen Sportart. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Es soll nach Möglichkeit nix kosten, nicht anstrengend sein, aber effektiv, und zusätzlich auch noch Spaß machen. Und Bauchmuskeln.

Langweilige Sit-ups vor dem Fernseher fallen damit schon mal weg. Muckibude? Nee, so viele Muskeln will sie dann doch nicht. Schwimmen? Dauert viel zu lang. Radfahren? Ist fast genauso schlimm. Fussball? Zu anstrengend. Zumba? Zu schwierig. Aikido? Siehe Zumba.

Ich hätte da ja einen Vorschlag: Powermisting. Dem Mann hat es nämlich sichtlich gut getan, dass sich die Frau in der letzten Zeit so oft vor dem Ausmisten gedrückt hat. Er macht einen ziemlich fitten Eindruck, und ich glaube, Bauchmuskeln hat er jetzt auch. Daneben sieht die Frau mit ihrem Waschbärbäuchlein nicht mehr ganz so sportlich aus.

Womit man auch total viele Kalorien verbrennt, ist hügelige Weiden abäppeln, also quasi Extrem-Schubkarren-Schiebing. Auch das hat die Frau schon lange nicht mehr gemacht. Der Mann kann es mittlerweile ziemlich gut und behauptet, es wäre ein Supertraining für die tiefe Bauchmuskulatur.

Ich glaube aber, die allermeisten Kalorien verbraucht man, wenn man versucht, ein unternehmungslustiges Pferd auf der Weide einzufangen. Man hat eine gute Motivation und zusätzlich wird die Lunge schön frei. Wenn es dann noch ein bisschen bergauf, bergab geht, ist das toll zum Abnehmen und gibt vielleicht keine Bauchmuskeln, aber doch zumindest ’ne knackige Hinterhand 😉

Also habe ich gemeinsam mit meiner Vielleicht – bald – nicht – mehr – Ex – Freundin Else (Zitat Else: „Du hast mich heute noch gar nicht geärgert. Ist irgendwas?“ Für Else fand ich das schon sehr romantisch.) ein ausgefuchstes Fitnessprogramm entwickelt. Eigentlich haben wir nichts anderes als sonst gemacht: Ich ärgere Else solange, bis sie mich jagt, aber Fitnessprogramm hört sich cooler an 🙂

Ich kann jetzt also guten Gewissens von mir behaupten, dass ich Gazellen-Gene habe. Oder zumindest wieselflink und wendig bin. Für die Frau reicht‘s jedenfalls. Die hat noch gar nicht versucht, mich zu fangen, und schnauft jetzt schon.

Außerdem hab ich Bauchmuskeln und sie nicht. Ätsch 😛

Vom Reiten und Wandern im Urlaub

Gerade eben stand ich noch tiefenentspannt in meiner Chill Out Area auf der Weide. Die Fellpflege mit Stuti war sehr zu meiner Zufriedenheit verlaufen und die Sonne schien mir angenehm auf den Pelz, als sich eine vertraute Stimme den Weg in meine Gehörgänge bahnte. Die Frau! Schwer bepackt mit Möhren, einem schlechten Gewissen und allerlei Leckereien! Große Wiedersehensfreude bei allen Beteiligten!

Zugegeben, ohne Arbeit auf der Wiese rumstehen und grasen war nicht sooo schlimm, aber mit der Frau ist es viel unterhaltsamer. Vor allem hat man mehr zu erzählen.

Ein bisschen habe ich sie nämlich schon vermisst, während langsam die Staubschicht auf meinem Sattel wuchs. Die Frau hatte anscheinend vergessen, den Sattelschoner drauf zu tun. Bei den ganzen Reisevorbereitungen ist das wohl ein wenig in den Hintergrund getreten. Dabei wollte sie nur ein paar Tage wegfahren. Andere treiben so einen Aufwand vor einer Weltreise. Aber man kann ja nicht an alles denken.

Gut sieht sie aus – total entspannt und super gelaunt! Fast hätte ich sie nicht wiedererkannt 😉 Sie will auch erstmal gar nix von mir, sondern führt mich nur breitbeinig wie John Wayne von der Koppel.

Wie ich wenig später erfahre, hat sie tatsächlich wieder dieses Wanderreiten gemacht, und zwar diesmal mit mehr Reiten als Wandern. Die anderen Pferdebesitzerinnen und –besitzer stehen neidisch und beeindruckt um sie herum, als sie in Abenteurerpose von ihrer Expedition in die Wildnis berichtet. Sogar ich bin beeindruckt und hätte ihr fast die verwegene Geländereiterin abgenommen. Und ich kenne sie schließlich.

Faxe murmelt etwas von Karl May, den kenn ich aber nicht. Die Frau erzählt weiter: Ein wenig Muskelkater hätte sie schon, aber eigentlich fast gar nicht. Als trainierte Reiterin hätte man mit sowas ja grundsätzlich kein Problem. Die Reitstunde morgen hat sie aber trotzdem abgesagt. Die in ein paar Tagen sicherheitshalber auch. Ich muss Faxe nachher mal fragen, was der Mann daran so komisch findet.

Dann hat die Frau weitererzählt. Der Mann durfte aber auch mal was sagen, wenn er dazwischengekommen ist. Sie sprechen nämlich noch miteinander – sogar nach dem Urlaub. Faxe meint, das wäre nicht selbstverständlich.

Die Frau ist ja sehr nett und ich mag sie wirklich, aber 24 Stunden können ganz schön lang sein. Ich sehe sie sonst ja nur nachmittags oder abends, aber der arme Mann muss sie sicherlich die ganze restliche Zeit herumschleppen. Ihm scheint es aber Freude zu machen. Ich habe nämlich noch nie gesehen, dass er sie beißen will. Oder weglaufen. Und das, obwohl sie ihn vom Futter her ziemlich knapp hält. Sie selbst hat aber im Urlaub anscheinend wieder doppelt Heu bekommen.

Zum Thema Gepäck meinte der Mann, ihm würde ja eigentlich eine Zahnbürste reichen. Ab in die Satteltasche und fertig. Die Frau findet das natürlich unhygienisch und unzivilisiert. Der Mann gibt zu bedenken, dass das Trossfahrzeug mit ihren zwei Schrankkoffern aber schon ganz schön voll gewesen wäre. Die Frau gibt ihm da Recht, weist aber darauf hin, dass es ja so wunderbar gewesen wäre, sich abends zum Essen umzuziehen. So wunderbar, wirklich. Alle hätten das gemacht, alle. Außer der Rittführerin und dem Mann.

www.reiterreisen.com

*

Der Mann steht dazu, unzivilisiert und unhygienisch zu sein und bleibt dabei, dass das Abendessen in Reitklamotten (ungeduscht!!!) genauso lecker gewesen wäre wie beispielsweise im Taucheranzug oder im Smoking. Angeblich hätte der Mann aber doch vom umfangreichen gemeinsamen Gepäck profitiert und wäre zwischendurch ganz froh gewesen, wenn er mal was Sauberes anziehen durfte. Bevor sich Unfrieden anbahnen kann (und weil ich ja wissen will, wie es weiterging), lenke ich auf konstruktive Art und Weise ab – ich beiße in das umfangreiche Hinterteil meiner Boxennachbarin Else.

Plötzlich sind sich beide wieder einig und beteuern unisono, so etwas hätte es auf dem Ritt nicht gegeben. Da wären die Pferde ganz wunderbar erzogen gewesen und hätten in den Pausen auch sehr brav nebeneinander am Anbindebalken gestanden, ohne sich anzugiften oder heimlich die Knoten in den Stricken aufzumachen. Die Pferde dort seien ja auch ausgelastet gewesen, ergänzt die Frau. Trainiert und ausgelastet, sagt sie und jammert leise, wenn sie sich bewegt. Das Gehen und auch das Sitzen scheinen ihr irgendwie unangenehm zu sein. Ich glaube, ich hab sowas auch schon mal gehabt. Es heißt Muskelkater und man bekommt es, wenn man nicht ganz so sportlich ist, wie man denkt. Manche Leute meinen zum Beispiel, nur weil sie zuhause mal ’ne Stunde reiten, wären sie total durchtrainiert und könnten problemlos tagelang im Sattel bleiben. Genau in dieser Sekunde erinnert der Mann die Frau daran, dass sie es war, die während des Rittes nicht soviel laufen und stattdessen mehr reiten wollte. Weil sie anscheinend nur die schicken, aber leider unbequemen Reitschuhe eingepackt hat. Und sicherheitshalber noch ein paar schicke, unbequeme Schuhe zum Wechseln.

Jetzt mache ich mir Sorgen, ob ich vielleicht auch so ein wohlerzogenes Wanderreitpferd werden soll. Ausreiten finde ich ja prima, aber dieses tagelange Rumschleppen hört sich schon ein bisschen anstrengend an. Aber Faxe hat mich beruhigt. Hier bei uns wäre das Ausreitgelände nicht so verlockend, dass die Frau ihre Ängste vor Treckern, LKWs und Außerirdischen überwinden würde. Und bis der Muskelkater weg ist, hat sie schon 5 neue Ideen für unsere reiterliche Zukunft gehabt und wieder verworfen.

Aber toll entspannt ist sie.

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And the winner is … Pfridolin Pferd!

Ich glaube, ich hab jetzt gewonnen. Tash, Petra und Daniela haben mich ein weiteres Mal für den Liebster Award nominiert. Das heißt, ich kann den jetzt behalten, oder? 😉

Die Regeln und das ganze Drumherum habe ich ja schon hier beschrieben.

Wer hat mich nominiert?

Tash von der Tash Horse Experience hat angefangen. Ich konnte nichts dafür, ehrlich. Ich hab ganz lieb und unauffällig in ihrem großartigen Ponyblog herumgelesen und zack! hatte ich eine Nominierung. Tash schreibt locker und unterhaltsam über so wichtige Themen wie
Horsemanship, Tierschutz, Clickern, Lernverhalten und -psychologie und was sie so mit ihren Ponies Shadow und Spencer Hill und dem kleinen Kaiser Franz Josef erlebt. Dazu gibt’s noch großartige Ponyfotos. Wie es sich gehört, ist die Frau, die diese ganzen tollen Geschichten schreibt, zusätzlich auch noch sehr nett, weshalb ich zu ihr ziehen werde, wenn die Frau nicht aufhört, mich mit Mähneschneiden zu piesacken 🙂

Dann kam Petra von der Pferdeflüsterei Sie ist auch sehr wichtig für mich, denn ihr gehört meine Fernverlobte in Andalusien. Petra hat einen Reiturlaub auf der Hacienda Buena Suerte der Dyslis gemacht und sich unsterblich in ein hübsches, junges Stütchen verliebt. Petra geht es in erster Linie um Kommunikation mit dem Pferd und darum, dass es sich glücklich und geborgen bei ihr fühlt. Deshalb besucht sie Kurse bei so bekannten Pferdeausbildern wie Mark Rashid und Sandra Schneider. Schließlich möchte sie optimal vorbereitet sein, wenn ihr Stütchen alt genug ist, um sein Zuhause bei Kenzie und Magda Dysli zu verlassen und zu ihr zu ziehen. Petra beschreibt ihre Erfahrungen und Gedanken sehr einfühlsam und lesbar, so dass hier wirklich für jeden etwas dabei ist – seien es Ängste beim Ausreiten oder Pferde, die Flaschen, und Reiter, die Bojen sind. Wobei ich trotzdem finde, dass die Frau manchmal auch eine Flasche ist. 😉 Tja, und die Fotos in ihrem Blog – ein Traum!

Last but not least – eine weitere Nominierung gab es von Daniela von Fair Riding Corp. Bei Fair Riding Corp geht es – wie der Name schon sagt – um Fairness dem Pferd gegenüber. Daniela reitet so ungefähr, seit sie laufen kann, und ihre Eltern hatten eine eigene Reitanlage. Ihre Mutter hat Pferde auf schonende Art bis zur schweren Klasse ausgebildet und vorgestellt, so dass Daniela da quasi genetisch vorbelastet ist 😉 Sie möchte, dass es den  Pferden gut geht und versorgt uns daher mit ganz vielen Informationen über gutes Reiten, pferdegerechte Haltung und Pferdegesundheit. Über sie habe ich meine andere Fernverlobte Prada kennengelernt. Prada und ich haben viel gemeinsam, vor allem eine zackelige Mähne 😉 Gut, sie ist nicht ganz so extrovertiert wie ich, aber ich mag es auch ganz gern, wenn man mir zuhört und nicht selber immer die ganze Zeit redet. Wie die Frau zum Beispiel 😉

Daniela ist auf jeden Fall ganz anders als die Frau. Sie schreibt sehr nett und selbstkritisch und kann glaubich schon ziemlich gut reiten 🙂 Von ihr bekommt man Tipps für alle Lebenslagen und zusätzlich gibt es wunderschöne Fotos. Am besten hat mir ihre Seite über ältere Pferde gefallen. Ich will ja auch steinalt werden und dabei glücklich sein 😉

Da waren aber noch Fragen, die ich beantworten muss. Ich fang mal mit Tashs Fragen an:

1. Welche Blogthemen interessieren dich besonders? Als Herdentier muss ich sagen: Ganz klar Pferde und Ponies. Ich interessiere mich dafür, was sie mit ihren Besitzern erleben (oder umgekehrt), damit ich der Frau Vorwürfe machen kann. Wir würden nie was Schönes gemeinsam unternehmen, sie wäre humorlos, immer sollte alles nach ihrer Nase gehen undsoweiter – du kennst sie ja 😉
2. Was / wer in deinem Leben inspiriert dich und inwiefern? Minishettys. Die sind einfach nur da, dürfen alles und jeder findet sie toll. Minishettys leben anscheinend in einer Monarchie, deren Oberhaupt Kaiser Franz Josef ist. Ich will auch Kaiser sein.
3. Hast du eine besondere Begabung, wenn ja, welche? Hmmmm, lass mich überlegen … ich blogge?
4. Wie bist du auf den Hund/das Pferd/die Katz gekommen? In meinem Fall wohl eher auf den Menschen. Ich stand nichtsahnend in meiner Box, als SIE erschien. Mit Herzchen in den Pupillen. Sie machte einen freundlichen, charakterschwachen Eindruck und hatte Leckerlis in der Tasche. Damals dachte ich mir nichts dabei. Heute weiß ich: Sie hat mich bestochen.
5. Welches Tier in deinem Leben hat dir einen ganz besonderen Moment geschenkt und welchen? Das war Stuti. Meine erste Freundin <3 Sie hat mich trotz meiner Frisur geliebt. Leider sind wir nicht mehr zusammen, vielleicht, weil meine Mähne nachgewachsen ist und ich kurzfristig nicht mehr wie ein minderjähriges Plüschtier ausgesehen habe. Das war ein sehr emotionaler Moment für mich.
7. Zu den Superkräften, welche wären deine? Auf jeden Fall SMP, die SuperMähnenPower. Sie sorgt dafür, dass meine Mähne jede Schere abwehrt. Dann wäre ich gern noch superstark, damit ich die Frau besser tragen kann. Die fühlt sich neuerdings so an, als würde sie doppelt Heu bekommen. Und superschnell, damit ich Else besser ärgern kann – die wehrt sich nämlich. 😉
8. Wichtige Frage: Was macht dich glücklich? Ganz normal: Essen und Mädchen.
9. Was musst du im Leben noch an Erfahrungen sammeln, um zufrieden damit abzuschließen? Ich weiß schon alles, und vor allem weiß ich alles besser 🙂
10. Dein Lieblingsort auf dieser Welt? Die Weide.
11. Wenn du eine einzige Frage an dein Tier stellen könntest, welche wäre das? Ich würde die Frau gern fragen, ob sie mir den Schlüssel für die Futterkammer gibt.

Petra wollte auch viel von mir wissen. Hier ihre Fragen:

1. Wie kamst Du zum Bloggen? Ich hatte das Gefühl, die Welt hat nur darauf gewartet.
2. Warum hast Du Dir Dein Blogthema herausgesucht, um darüber zu schreiben? Ich fand es ehrlich gesagt ziemlich naheliegend, über mein Leben zu bloggen und darüber, wie mich meine Besitzerin manchmal ärgert. Ich muss so oft über die Frau lachen, dass ich euch das nicht vorenthalten will 😉 Außerdem sollt ihr ruhig alle wissen, was für ein toller Kerl ich bin.
3. Was waren Deine schönsten Momente beim Bloggen? Wenn ich merke, dass euch meine Geschichten gefallen. Das ist das toll <3
4. Was war der schönste Moment, den Dir ein Mensch oder Tier (Pferd, vielleicht *zwinker) geschenkt hat? Das war, als die Frau endlich herausgefunden hat, wie sie mich auf die richtige Art und Weise mit den Fingernägeln an Widerrist und Mähnenkamm kratzen kann. Sie verweigert mir ja hartnäckig das Widerristknabbern, aber so ist es auch ganz schön.
5. Was würdest Du Dein Haustier (Pferd, vielleicht *nochmal zwinker*) fragen, wenn Du könntest? Da die Frau mir hartnäckig ein eigenes Haustier verweigert, aber doch ganz putzig ist, betrachte ich sie als mein Haustier. Rauhhaardackel sind ja auch ziemlich erziehungsresistent, da sehe ich durchaus Parallelen zur Frau. Zurück zur Frage: Ich würde die Frau gern fragen, wo der Schlüssel für die Futterkammer ist. Oder warum die überhaupt abgeschlossen ist. Faxe hat nämlich schon öfter versucht, die Tür zu öffnen, leider erfolglos. Ich meine, das sieht doch nach mangelndem Vertrauen aus, oder?
6. Welche drei Bücher würdest Du niemals aus dem Bücherregal werfen? An erster Stelle natürlich meinen Krimi. Den ich allerdings erst noch schreiben muss 😉 Und dann das Kochbuch, das ich der Frau geliehen habe. Es ist „Das große Schlemmerbuch für Pferde“ von Melanie Strauß. Und dann wäre da noch das Massagebuch, von dem die Frau enorm profitiert hat. Manchmal kann ich ja doch mit ihr angeben 😉 Es heißt „Biomechanik und Physiotherapie für Pferde“ und ist von Helle Katrine Kleven.
7. Wenn Du ein Superheld sein könntest, welche Superheldenkraft hättest Du dann gerne? Wie, nur eine? Bei Tash durfte ich mir mehrere aussuchen. Dann halt nur SMP, die SuperMähnenPower.
8. Was das Verrückteste, das Du jemals gemacht hast? Sei es eine Lebensentscheidung, oder auch nur etwas Kleines im rasenden Alltag.. Ich habe es zugelassen, dass mir die Frau ein rosa Fliegenhäubchen anzieht. Leider ist es jetzt von ganz allein kaputtgegangen 😉
9. Welcher Mensch hat Dich am Meisten beeindruckt in Deinem Leben und warum? Frau Reitlehrerin. Die kann es einfach. Sie hat ein Superhändchen für Pferde und Menschen.
10. Was macht Dich glücklich? Grasessen. Auch wenn die Frau sagt, dicke Pferde kriegen Hufrehe. Dick? Iiiiich? Und wenn ich eine Freundin habe.
11. Wenn eine gute Fee Dir drei Wünsche erfüllen würde, welche wären das? Ich hätte gern Möhren. Und ich würde mir wünschen, dass die Menschen ihre Pferde nicht mehr als Sportgeräte sehen und es allen Menschen und Tieren gut geht. Das waren erst zwei Wünsche, oder? Dann wünsch ich mir sicherheitshalber noch mal Möhren.

Danielas Meine entzückende Prada, die mit mir auf eine einsame Insel ziehen würde, möchte auch noch das ein oder andere wissen. Hier ihre Fragen und meine Antworten:

1) Magst du lieber Sand, Schlamm, Erde,… zum ausgiebig darin wälzen? Ja, in dieser Reihenfolge 🙂
2) Bist du kinderlieb? Wenn die mitgebrachten Möhren alle sind, nicht mehr. Die zappeln mir zu doll rum.
3) Was findest du besonders toll an deinem Frauchen/Herrchen? Dass sie sich bemüht. Noch toller wäre es allerdings, wenn sie es richtig machen würde 😉
4) Was muss dein Besitzer noch lernen? Viel 🙂 Vor allem müsste sie lockerer und entspannter werden und sich diese komischen ehrgeizigen Ideen mit Wiener Hofreitschule und Dressurqueen aus dem Kopf schlagen 😉 Es wäre auch praktisch, wenn sie endlich lernen würde, sich aufzurichten, ohne sich zu verspannen. Ich soll ja auch locker laufen und keine krampfigen Spanntritte zeigen, oder?
5) Was möchtest du mit dem Blog erreichen? Ich möchte reich und berühmt werden und ungestraft über meine Besitzerin lästern.
6) Wenn du dir was wünschen könntest, was wäre dein größter Wunsch? Möhren. Und eine Freundin.
7) Was für Menschen magst du gar nicht? Dumme, böse Menschen, die uns Tiere schlecht behandeln.
8) Wie würdest du gerne die Welt verändern? Wenn es nach mir ginge, müssten alle nett zueinander sein und zu mir natürlich besonders. Rosa Reitzubehör würde verboten und Mähneschneiden erst recht.
9) Welches Promipferd gefällt dir? Mistral von Alizee Froment. Die beiden können Einerwechsel und überhaupt alles, nur mit Halsring. Und es sieht gar nicht nach Arbeit aus!
10) Was ist dir wichtig? Dass alles seinen geordneten Gang geht und ich im Mittelpunkt stehe. Wie es sich gehört 🙂
11) Träumst du nachts? Ich träume sogar tagsüber 😉 Ich habe ein seltenes Talent für Sekundenschlaf entwickelt. Das ist vor allem im Reitunterricht nützlich, wenn die Frau wieder Knoten in allen Körperteilen hat.

Ich nominiere:

Die Schatzen
Claudia von Ein Leben ohne Hund und Pferd geht – ist aber sinnlos
Bettina vom Dressurpferdblog
Christiane von DosiNews
Das Landei

Meine nicht mehr ganz so neuen Fragen:

Ich fand meine Fragen vom letzten Mal ziemlich toll, also nehm ich die einfach nochmal. Schließlich bin ich Freizeitpferd und darf mich nicht überarbeiten.

Was hältst du von der Farbe Rosa?
Und wie ist es mit Beere?
Magst du Wallache mit zackelig geschnittener Mähne?
Was möchtest du mit deinem Blog erreichen?
Wenn du ein Pferd wärst: Was für eins wärst du?
Wohin würdest du gern reisen?
Was ist dein größter Wunsch?
Welche berühmte Persönlichkeit würdest du gern kennenlernen?
Was ist das wichtigste, das du bisher gelernt hast?
Was müsstest du dir selber viel öfter sagen?
Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Und hier noch mal die Regeln:

Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat und verlinke ihren Blog.
Beantworte die 11 Fragen.
Nominiere fünf bis elf Blogger für den Award, die bisher weniger als 1000 Facebook-Fans haben.
Stelle 11 neue Fragen für die Nominierten.
Schreibe die Regeln in deinen Artikel.
Informiere denjenigen, der dich nominiert hat, über deinen Blog-Artikel.

Viel Spaß wünscht Euch

Euer Pfridolin

Mein Liebster Award

Hey cool, ich wurde für meinen ersten Award nominiert! Den Liebster Award. Der wurde extra in rosa für mich hergestellt und erfunden. Das wär aber doch nicht nötig gewesen – ich hätte mich auch über grün oder orange gefreut 😉

Das ist ja jetzt ein bißchen wie Oscar-Preisträger sein. Ganz viel feiern und roter Teppich, aber man trägt auch Verantwortung. Ich finde das nur angemessen sehr großartig und bin auch ein wenig stolz darauf, dass ich nominiert wurde. Ich meine, ich bin doch nur ein wunderschönes, hochintelligentes Pferd. Liebe Mieke – vielen Dank dafür!

Mit dem Liebster Award ist das nämlich so: „Mein Liebster Award“ weiterlesen