Bei Isländern ist das so, du hast ja keine Ahnung

„Bei Isländern ist das so, du hast ja keine Ahnung!“ kommentiert die Frau, meine sogenannte Besitzerin. Was ist passiert? Sie hat einen Reiturlaub auf Isis gemacht und dabei neue Freundinnen gefunden, die schon original auf Island geritten sind, „und zwar in einem Profistall! Nicht so touri- oder freizeitmäßig, nein, richtig professionell. Und original auf Island. Bei isländischen Profis.“ Für den Fall, dass jemand das nicht sofort versteht.

Und deshalb ist die Frau jetzt selbsternannte Isi-Expertin, denn wer schon mal in einem Profistall geritten ist, ist damit quasi selbst auch Profi. Und wer solche Leute kennt, auch. Aus diesem Grund kann sie jetzt auch jedem, der unserer neuen Einstallerin mit ihrem Isländer zuguckt, genau erklären, warum Isis anders als andere Pferde sind. Und vor allem, was die neue Einstallerin alles falsch macht. „Bei Isländern ist das so, du hast ja keine Ahnung“ weiterlesen

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Die Frau will einen I-hi-hisländer

Zwei Islandpferde lächeln in die Kamera

Die Frau will einen Isländer. Nein, keinen neuen Mann, sondern ein neues Pferd. Da ist der schon vorhandene Mann aber froh. Also, teilweise. Aber der Reihe nach.

Es fing damit an, dass neue Pferde zu uns auf den Hof gezogen sind. Die müssen natürlich sofort von der sogenannten Besitzerin begutachtet werden, weil sie ja die Einzige ist, die hier den Durchblick hat. „Guck mal, ein Haflinger“, stellt sie fest und fragt: „Lahmt der?“

„Nein, der töltet. Weils ein Islandpferd ist“, teilt Frau Reitlehrerin mit, deren geheime Superkraft es ist, überall dort aufzutauchen, wo es gerade spannend wird. „Die Frau will einen I-hi-hisländer“ weiterlesen

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Isidor töltet nicht mehr

Ein isländischer Schimmel, der uns den Hintern zuwendet

„Isidor töltet nicht mehr!“ Seine Besitzerin ist ganz aufgeregt. Isidor hat sonst so zuverlässig wie ein Uhrwerk getöltet und mich mit seinem lauten Takka-Takka das ein oder andere Mal an den Rand des Wahnsinns gebracht. Ich persönlich finde eh, dass Isis waffenscheinpflichtig sind, aber auf mich hört ja keiner.

„Was soll ich denn jetzt tun?“ Mit weit aufgerissenen Augen starrt sie die Frau, meine sogenannte Besitzerin, an. Die ist bekanntlich selbsternannte Pferde-Expertin und amtliches Naturtalent und wirft sich stolz in die Brust. „Ich kann ja mal gucken“, bietet sie an.

Gesagt, getan. Wobei ich nicht weiß, was die kurzsichtige Madame da besichtigen will, der Isidor ist ja tendenziell eher klein. Aber egal. Mit viel „Hm hm“ und „So so“ und gerunzelter Stirn starrt sie auf den Töltverweigerer. „Isidor töltet nicht mehr“ weiterlesen

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Ausritt mit Isi (auf der Flucht geschrieben)

Kann man sie sehen? Oder gar – hören? Ich spreche von der Töltmaschine des Todes und dem furchtbaren TakkaTakkaTakka -Geräusch, dass sie produziert. Wo jedes normale Pferd das Grausen kriegt und SEHR SCHNELL woanders was Dringendes erledigen muss.

Aber der Reihe nach. Es fing ganz harmlos an. Die Frau, meine sogenannte Besitzerin, ist ja zur furchtlosen Ausreiterin mutiert. Die Entspannungskräuter in der Futterkammer haben da sehr geholfen. Sie glaubt, keiner merkt es, aber ich habe sie durchschaut. Aber egal, wir gehen jetzt immer öfter ins Gelände und finden es schön da. Mit dem Ergebnis, dass sich die Frau mittlerweile wie Ingrid Klimke fühlt und größenwahnsinnig wird.

Als also die Besitzerin von Vinur, dem Isi aus dem Offenstall, fragt, ob wir mal zusammen ausreiten wollen, sagt sie begeistert zu, „denn die Meike kennt ganz tolle Wege! Die hat von fernen Gegenden und schönen Wäldern erzählt und da will ich auch hin!!!“ Ich notiere besorgt: nächstes Projekt Distanzritt. Ich glaube, die Kräuter bekommen ihr nicht. „Ausritt mit Isi (auf der Flucht geschrieben)“ weiterlesen

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