„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando

„Nie macht der Pfridolin, was ich ihm sage. Nie.“ Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, ist sauer. Der Lutschi, der mit vollem Namen Lucero heißt oder auch „das spanische Mähnenwunder“, glotzt verständnislos durch seine langen Stirnzotteln. Das kann er gut und bekommt dafür aus unerfindlichen Gründen jede Menge Leckerli. Weil das ja soooooo niedlich ist. Ach so. Ich dagegen gucke klug und habe leider keinen nennenswerten Schopf, weshalb sich die Frau von mir beobachtet fühlt und mit den Leckerli etwas zurückhaltender ist. Macht aber nix, ich hol mir die Differenz nachher aus der Futtertonne, wenn sie nicht aufpasst. Wo war ich? Ach ja, Stimmkommmandos.

„Ich hab ihm schon tausendmal gesagt, er soll endlich stehenbleiben und sich nicht dauernd bewegen, wenn ich ihn am Anbinder festmache und putzen will. Glaubst du, er hört darauf? So ein Mistvieh. Und überhaupt, hör mir auf mit Stimmkommandos!“ So langsam redet sich die sogenannte Besitzerin in Rage. „Stimmkommandos sind der größte Quatsch. Die klappen nie. Nie.“ „„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando“ weiterlesen

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Jaja heißt Leck mich am Arsch

Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, ist neuerdings Zirzensik-Expertin. Wenn man nämlich die Einzige im Stall ist, die bestimmte Übungen macht, ist man dadurch automatisch Experte. Das spanische Mähnenwunder durfte sich ja schon mit dem Kontinent oder wie das heißt beschäftigen, jetzt bin ich dran.

„Sag mal Ja!“, fordert die sogenannte Besitzerin und guckt mich streng an.

Unter uns: Dieses Reiten wird total überbewertet, ich finde Rumstehen und Möhren essen viel angenehmer. Warum die Frau das Zirzensik nennt, ist mir nicht ganz klar. Macht aber nix. Ich gucke niedlich und überlege, wo sie wohl die Möhre versteckt hat.

„Sag mal JA!!“, wiederholt die Frau, diesmal etwas lauter. Witzig, dass sie immer denkt, ich hätte sie akustisch nicht verstanden. Ich sehe aber keinen Grund, von meiner bisherigen Taktik abzuweichen und gucke weiterhin niedlich. „Jaja heißt Leck mich am Arsch“ weiterlesen

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Eine Übung namens Kontinent. Oder so ähnlich.

Ein schwarzes Pferd lächelt hoffnungsvoll in die Kamera

Wir machen jetzt Möhren-Essen auf dem Reitplatz. Die sogenannte Besitzerin nennt es Zirzensik und fühlt sich unbeschreiblich wichtig. Das spanische Mähnenwunder und ich sagen „Snack“ dazu und finden es auch gut.

Im Wesentlichen stehen wir rum und die Frau wedelt mit Karotten, wobei sie sich lustig verrenkt. Im Moment steckt sie dem Lutschi von hinten nach vorn eine Möhre zwischen den Vorderbeinen durch, woraufhin der hektische Schnappbewegungen macht und versucht, die Möhre mitsamt Hand zu erwischen. Zuerst habe ich gedacht, die Übung heißt Krokodil, aber dann hat die Frau dem Mann erklärt, dass das Kontinent heißt. Oder so ähnlich, ich kann mir ja nicht alles merken 😛 Vielleicht war es auch Kontinenz? Irgendwas mit K halt. Wobei – wir haben es hier mit der sogenannten Besitzerin und den Stimmen in ihrem Kopf zu tun, da heißt es wahrscheinlich Kompromiss. „Eine Übung namens Kontinent. Oder so ähnlich.“ weiterlesen

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