Irgendwie mehr OMMM

„Boah furchtbar. Immer so schlechtes Wetter!“, schimpft die Frau, meine sogenannte Besitzerin. „Doofer Regen! Und immer ist es dunkel!“

Oder die doofe Sonne scheint oder der doofe Wind weht, könnte ich ergänzen, aber ich bin ja hier nur das Pferd und man sagt mir nach, ich würde lästern. „Irgendwie mehr OMMM“ weiterlesen

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Ungern geschehen

„Morgen fahr ich in Urlaub und hab noch keinen Plan, wie der Pauli versorgt werden soll“, beklagt sich seine Besitzerin.
„Kein Problem, ich helfe gern“, strahlt die Frau, unsere sogenannte Besitzerin. Die heißt so, weil sie immer auf mir und dem spanischen Mähnenwunder rumsitzt und das für Reiten hält. Seit neuestem hat sie soziale Kompetenzen, was ungewohnt und unheimlich ist. „Ungern geschehen“ weiterlesen

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Die stellt sich ja nur an

Daisy hat schlechte Laune. Daisy ist eine Hannoveranerin und an und für sich ein kleiner Sonnenschein. Außer, wenn sie sich mit Sattel und Reiter wälzen will. Oder wenn sie andere angiftet, egal, ob Mensch, Tier, Pflanze oder Mineral. „So eine Zicke“, sagt ihre Besitzerin dann. „Die stellt sich vielleicht an!“ „Die stellt sich ja nur an“ weiterlesen

Ist kaputt, kann weg

„Guck mal hier, ein Pe-Err-Eh*. Ganz in der Nähe. Und gar nicht teuer.“ Die sogenannte Besitzerin guckt wieder Pferde-Anzeigen im Handy. Wahrscheinlich, um mich damit unter Druck zu setzen. Also ich nenne das Psychoterror. Oder zumindest Mobbing. „Aber er hat einen Sehnenschaden. Fast ausgeheilt, steht da.“ Sie liest weiter. „Da steht aber auch, dass er das Herzenspferd ist. Und so unfassbar lieb und gutmütig, dass es der Verkäuferin das Herz bricht, ihn wegzugeben. Awwww. Wie traurig. Er könnte doch zu uns ziehen, wir sind schließlich reich.“ „Ist kaputt, kann weg“ weiterlesen

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Chill mal, Frauchen

Zwei windzerzauste Pferde

Sommerpause, coole Sache. Ich wollte euch ja noch erzählen, wie es gekommen ist, dass das spanische Mähnenwunder und ich so lässig-verwildert aussehen wie wir halt aussehen. Weil nämlich die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, dringend Urlaub brauchte. Also braucht sie ja gefühlt immer, aber macht sie nie. Weil ja irgendwas passieren könnte – mit uns, mit der Wohnung, auf der Arbeit, wo auch immer. Ohne sie geht es nämlich nicht. Findet sie jedenfalls. „Chill mal, Frauchen“ weiterlesen

Wie, man muss immer zweimal hingucken? Und manchmal dreimal?

„Dieses gebisslose Reiten ist so toll und pferdefreundlich“, schwärmt die Frau, meine sogenannte Besitzerin. „Guck mal, hier!“ Sie steht gerade an meiner Box und hält Frau Reitlehrerin ihr Handy hin. Frau Reitlehrerin hat ja die geheime Superkraft, überall da zu sein, wo es spannend wird. Auf dem Handy läuft gerade ein Video, in dem ein schickes, teures Pferd mit Halsring geritten wird. Aber komisch, Kopf und Hals sind eingerollt und der Nasenrücken ist meilenweit hinter der Senkrechten. Frau Reitlehrerin guckt kritisch.

„Sicher nur eine Momentaufnahme“, meint die sogenannte Besitzerin.

Ein Moment vergeht, der zweite Moment vergeht und auch nach einer Minute ist der Nasenrücken keinen Millimeter nach vorn gekommen. „Wie, man muss immer zweimal hingucken? Und manchmal dreimal?“ weiterlesen

Unter freiem Himmel arbeite ich am liebsten!

„Unter freiem Himmel arbeite ich am liebsten“, sagt der Hufschmied, als er neben unserer Weide parkt. „Und auf unebenem Untergrund, wo ich nicht genau sehen kann, ob der Huf plan auffußt oder nicht. Das ist ja für das Pferd auch völlig unerheblich, ob die Statik stimmt.“ Und wo wir schon dabei sind: Hufe auskratzen oder Beine entschlammen wird sehr stark überbewertet. Oder andersrum: Wenn es wochenlang keinen Regen gibt und die Hufe steinhart sind, so dass der Schmied stundenlang mit dem Fine-Tuning beschäftigt ist. „Unter freiem Himmel arbeite ich am liebsten!“ weiterlesen

Für euch gelesen: Empower your Horse – stärke die Bindung zu deinem Pferd von Anna Kannegieter

„Warum klappt das bei dir und bei mir nicht?“, fragt die Frau, unsere sogenannte Besitzerin. Sie hat einige Zeit damit verbracht, unserer Frau Reitlehrerin und ihrem Dieter bei der Freiarbeit zuzusehen. Und was sie gesehen hat, war einfach nur schön und harmonisch. Und es sah so leicht aus! Alle Beteiligten hatten Spaß. Und ganz tief in ihrem Inneren wünscht sich die Frau das auch. „Für euch gelesen: Empower your Horse – stärke die Bindung zu deinem Pferd von Anna Kannegieter“ weiterlesen

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„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando

„Nie macht der Pfridolin, was ich ihm sage. Nie.“ Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, ist sauer. Der Lutschi, der mit vollem Namen Lucero heißt oder auch „das spanische Mähnenwunder“, glotzt verständnislos durch seine langen Stirnzotteln. Das kann er gut und bekommt dafür aus unerfindlichen Gründen jede Menge Leckerli. Weil das ja soooooo niedlich ist. Ach so. Ich dagegen gucke klug und habe leider keinen nennenswerten Schopf, weshalb sich die Frau von mir beobachtet fühlt und mit den Leckerli etwas zurückhaltender ist. Macht aber nix, ich hol mir die Differenz nachher aus der Futtertonne, wenn sie nicht aufpasst. Wo war ich? Ach ja, Stimmkommmandos.

„Ich hab ihm schon tausendmal gesagt, er soll endlich stehenbleiben und sich nicht dauernd bewegen, wenn ich ihn am Anbinder festmache und putzen will. Glaubst du, er hört darauf? So ein Mistvieh. Und überhaupt, hör mir auf mit Stimmkommandos!“ So langsam redet sich die sogenannte Besitzerin in Rage. „Stimmkommandos sind der größte Quatsch. Die klappen nie. Nie.“ „„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando“ weiterlesen

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