„Du hast mir ins Atmen gequatscht!“

Kann nur atmen, wenn sie sich konzentriert: Die Frau

Neulich im Reitunterricht: Die sogenannte Besitzerin sitzt auf mir rum. Ihre Beine sind lang und locker, der Rücken gerade (kein Hohlkreuz!), der Unterkiefer ist entspannt (ihrer und meiner). Sogar an das Daumendach auf den weichen Zügelfäusten hat sie gedacht. Außerdem ist ihre Gehirnaktivität ungefähr bei null, was ich sehr angenehm finde. Dann werde ich wach und setze mich in Bewegung, weil ich Frau Reitlehrerin sehe und sie begrüßen will. „„Du hast mir ins Atmen gequatscht!““ weiterlesen

Spaziergang mit Siesta-Pferd

Das Siesta-Pferd mit hungrigem Blick

Die Frau muss jetzt immer mit dem Lutschi Gassi gehen. Wer ihn nicht kennt: Der Lutschi heißt eigentlich Lucero und ist unser spanisches Mähnenwunder. Und jetzt geht er Gassi. Jeden Tag. Draußen, im Gelände. Auf hartem Boden.

Das hat irgendwas mit der Sehne an seinem Aua-Bein zu tun. Nun wäre der Lutschi nicht der Lutschi, wenn er einfach so an der Spontanvegetation am Wegesrand vorbei gehen würde. Und die Frau wäre nicht die Frau, wenn sie damit lässig und elegant fertig würde.

Die ersten zwei Meter sind in der Regel unauffällig. Dann entdeckt das spanische Mähnenwunder etwas Essbares und stürzt sich mit einem Köpper in den nächsten Acker. Am Führstrick die Frau. Zeternd und mit der Gerte wedelnd. Aber dem Lutschi seine Devise ist: Kein Schmerz ist so schlimm wie der Hunger. Irgendwann passt kein Gras mehr in seinen großen, gierigen Mund und er ist bereit (und gestärkt!) für die nächsten zwei Meter. „Spaziergang mit Siesta-Pferd“ weiterlesen

Der Spanier hat Sehne

Achtsamkeit und Genuss mit dem spanischen Mähnenwunder

Der Spanier hat Sehne, die Frau hat Rücken und ich bin schon ganz schwach vor Hunger. Manchmal komm ich mir vor wie im Hospiz in der Tierklinik. Wobei die Frau immer meckert, ich wäre zu fett. Tja. Als ob sie nie was hätte. Mal ist sie hüftlahm, mal tun ihr die Füße weh und seit Neuestem hat sie Rücken.

Da trifft es sich ganz gut, dass der Lutschi, unser spanisches Mähnenwunder, ein Aua-Bein hat. So nennt sie es jedenfalls. Aua-Bein. Muss man sich mal wegtun. In Wirklichkeit hat sich der ungelenke Spaniokel beim Bocken selbst zerstört, aber Aua-Bein hört sich natürlich viel besser an. Mitleiderregend infantil, wenn ihr mich fragt. „Der Spanier hat Sehne“ weiterlesen

Nur ein Hüsterchen

Ein Pferd hält seine Nase direkt vor das Objektiv.

„Ist ja nur ein Hüsterchen“, winkt die Frau lässig ab, als ich mir beim Antraben fast die Trense vom Kopf huste. „Beim Antraben stößt der Pfridolin schon mal an, das hat nichts zu bedeuten.“

Und „Ist ja nur ein Hüsterchen“, kommentiert auch Miteinstallerin 1 die bellenden Geräusche aus der Nachbarbox. „Hat sich bestimmt nur erkältet. Ich geh ja auch nicht bei jedem Husten zum Arzt.“
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Für euch getestet: „Fitness für Kopf und Körper“

Fitness für Kopf und Körper

Auf der Suche nach einem Zeitvertreib für die Frau und mich, bei der das Verhältnis Leckerli – körperliche Bewegung stimmt, bin ich auf das Clickern gestoßen.

Kennt ihr Clickern? Es hat ganz viel mit positiver Verstärkung und noch mehr mit Leckerli zu tun. Also genau mein Ding, hab ich mir gedacht und schon mal probegelesen.

Man braucht gar nicht viel dafür, nur einen Leckerlibeutel, einen Knackfrosch und beispielsweise einen Staubwedel. Ach ja, und jemanden, der sich Gedanken über den Übungsablauf gemacht hat. Damit wären die Frau und das spanische Mähnenwunder theoretisch schon mal raus.
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Für euch getestet: „Traditionelle Chinesische Medizin im Alltag mit Pferden“

Das spanische Mähnenwunder und das Testbuch

Im neuen Jahr soll alles anders werden. Besser. Toller. Gesünder. Aber auf jeden Fall anders. Zum Beispiel die Einstellung. Meine Einstellung zum Thema Medizin kennt ihr ja: Je weniger Tierarzt, desto besser.
Von daher war ich sehr skeptisch, als ich mit der Wortkombi „Traditionelle Chinesische Medizin im Alltag mit Pferden“ konfrontiert wurde. Muss man ja auch erstmal wirken lassen: Medizin. Im Alltag. Mit Pferden! Da rattert das Köpfchen, da werden Erinnerungen an Tierarztbesuche wach. Und das nun täglich? Eijeijeijeijei.

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„Bitte nicht rascheln, ich reite gerade!“

Furchtloser Blick in den Herbstnebel

Herbst, das ist die Jahreszeit, wo sich furchtlose Reiter und noch furchtlosere Reiterinnen auf ihre edlen Rösser schwingen und durch sturmgepeitschte Landschaften galoppieren. Herbst, das ist auch die Jahreszeit, in der meine sogenannte Besitzerin täglich ihre Beruhigungskräuter knabbert und sich zitternd wie Espenlaub in meinen Sattel hievt.
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