Wenn Reiten einfach wäre, würde es Radfahren heißen

Zwei spielende Pferde

Die sogenannte Besitzerin seufzt. Wie eine kleine Trauerweide sitzt sie auf dem spanischen Mähnenwunder herum, das sich auf diese Sitzhilfe keinen rechten Reim machen kann. Andererseits fällt ihm das bei vielen Dingen schwer, so what?

„Einatmen, aufrichten und antraben“, ruft Frau Reitlehrerin aus der Bahnmitte, aber die Frau äußert nur ein mattes „Naaaain“ und „Ich kann grad nicht“.

„Was ist los?“, erkundigt sich Frau Reitlehrerin.

Nach vielem Ach und Weh rückt die Frau damit raus, dass sie eigentlich gar nicht reiten kann. Das ist für Frau Reitlehrerin und mich keine große Überraschung. Neu ist, dass sich Frau Ich- will- Piaffe- und-bin-die Allergrößte-hier endlich zu dieser Selbsterkenntnis durchgerungen hat. Meistens ist sie die Tollste, Schönste und Beste und alle anderen sind schuld, wenn mal was nicht klappt. Fragt den Mann und mich, wir kennen uns damit aus. „Wenn Reiten einfach wäre, würde es Radfahren heißen“ weiterlesen

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Auf dem falschen Fuß erwischt

Reiten wird völlig überbewertet. Leichttraben auch.

„Umsitzen!“ ruft Frau Reitlehrerin, während die Frau und ich leichttrabend um sie herumkringeln. Auf die besonders eckige Art, die unsere Zirkel auszeichnet.

„Gar nicht!“, ruft die Frau fröhlich. Die Frau und gute Laune im Reitunterricht? Merkwürdig. Das denkt auch Frau Reitlehrerin und will der Sache auf den Grund gehen.

„Auf welchem Fuß trabst du denn leicht?“, erkundigt sie sich.

„Auf dem richtigen“, strahlt die sogenannte Besitzerin.

„Und wo ist der?“, hakt Frau Reitlehrerin nach.

„Irgendwo da unten“, antwortet die Frau und deutet mit dem Kopf gen Hallensand. „Auf dem falschen Fuß erwischt“ weiterlesen

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