#Pfeihnachten steht vor der Tür

Liebes Christkind,

ich wünsche mir
– ein eigenes Shetty, das alles tun muss, was ich ihm sage
– und dass meine Besitzerin ein paar Kilo abnimmt.

Bald ist nämlich Pferdeweihnachten – kurz Pfeihnachten – und ich kann mir was wünschen. Es ist ja nicht so, als ob ich das nicht ständig täte, aber mein Kumpel Faxe, der immer so tut, als würde er sich auskennen, behauptet, im Dezember stünden die Chancen nicht schlecht, dass tatsächlich etwas von dem, was man sich wünscht, in Erfüllung geht. Und da hätt ich halt gern ein eigenes Shetty.

Mein sogenannter kleiner Bruder, der Lutschi, weigert sich nämlich neuerdings, mir zu gehorchen. Ich habe mir allerdings auch nie ein kleines Brüderchen gewünscht, sondern eine Freundin, aber die Frau, meine Besitzerin, hört mir grundsätzlich nicht zu und mit einem Mal war dann der Lutschi da. Komplett mit spanischem Namen, spanischer Zottelmähne und ohne Gehirnzellen. Was nicht da ist:
-eine plötzlich erschlankte Frau
-ein Shetty

Dann versuche ich es halt mit einem anderen Ansatz. Wenn ich möglicherweise auch dieses Jahr kein eigenes Pony bekomme, kümmere ich mich halt um ein fremdes. So. Da wird sich das Christkind aber wundern, und vielleicht ist es ihm auch eine Lehre.

Mein Kümmerpony heißt Casanova und wohnt in Böblingen.

pfeihnachten

Casanova ist ziemlich toll, weil er ein Therapiepony ist und gleichzeitig coole Kunststücke kann, nämlich Spanischen Schritt, Steigen und sich verbeugen. Außerdem mögen ihn alle, weil er so lieb ist und nie beißt. Und er ist nur 80 cm groß, also sehr, sehr, sehr niedlich. Jetzt ist er allerdings schwer krank.

Und das kam so: Auf der Jugendfarm, auf der Casanova wohnt, war ein Weihnachtsmarkt, der irgendwie auch schön war. Danach hatten allerdings Casanova und sein kleiner Freund Spirit, der erst 2 ½ ist, eine Kolik. Bei Casanova war es so schlimm, dass er in die Klinik musste. Es war kurz vor knapp. Man vermutet, dass Besucher die Ponies mit Waffeln und weichen Milchbrötchen gefüttert haben, was die natürlich nicht vertragen haben.

Jetzt die gute Nachricht: Casanova hat die Kolik gut überstanden. Er ist natürlich noch in Behandlung, aber das Schlimmste ist überstanden. Sogar der Klinikaufenthalt ist dank zahlreicher Spenden fast bezahlt.

(Falls trotzdem noch jemand spenden möchte: Hier bitte 🙂

Volksbank Böblingen
Kontoinhaber: Jugendfarm Böblingen
IBAN: DE14 6039 0000 0373 4220 08)

Aber was ich mir wirklich ganz doll zu Weihnachten wünsche, ist, dass ihr keine fremden Pferde und Ponies füttert. Das würdet ihr ja eh nicht tun, oder? Aber sagt das bitte auch allen anderen, die mit großen Augen vor Pferden oder Ponies stehen. Unsereiner hat ja gefühlt immer Hunger, aber genauso schnell auch eine Kolik, und das tut richtig weh und wir müssen oft daran sterben, weil wir ja bekanntlich nicht kotzen können. Bitte helft uns und passt darauf auf, dass wir nur das essen, was wir auch vertragen!

Manche sind Allergiker oder vertragen keinen Zucker – wie Menschen halt. Aber deshalb füttern wir ja auch keine fremden Kinder, oder?