„Warum klappt das bei dir und bei mir nicht?“, fragt die Frau, unsere sogenannte Besitzerin. Sie hat einige Zeit damit verbracht, unserer Frau Reitlehrerin und ihrem Dieter bei der Freiarbeit zuzusehen. Und was sie gesehen hat, war einfach nur schön und harmonisch. Und es sah so leicht aus! Alle Beteiligten hatten Spaß. Und ganz tief in ihrem Inneren wünscht sich die Frau das auch. „Für euch gelesen: Empower your Horse – stärke die Bindung zu deinem Pferd von Anna Kannegieter“ weiterlesen
„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando
„Nie macht der Pfridolin, was ich ihm sage. Nie.“ Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, ist sauer. Der Lutschi, der mit vollem Namen Lucero heißt oder auch „das spanische Mähnenwunder“, glotzt verständnislos durch seine langen Stirnzotteln. Das kann er gut und bekommt dafür aus unerfindlichen Gründen jede Menge Leckerli. Weil das ja soooooo niedlich ist. Ach so. Ich dagegen gucke klug und habe leider keinen nennenswerten Schopf, weshalb sich die Frau von mir beobachtet fühlt und mit den Leckerli etwas zurückhaltender ist. Macht aber nix, ich hol mir die Differenz nachher aus der Futtertonne, wenn sie nicht aufpasst. Wo war ich? Ach ja, Stimmkommmandos.
„Ich hab ihm schon tausendmal gesagt, er soll endlich stehenbleiben und sich nicht dauernd bewegen, wenn ich ihn am Anbinder festmache und putzen will. Glaubst du, er hört darauf? So ein Mistvieh. Und überhaupt, hör mir auf mit Stimmkommandos!“ So langsam redet sich die sogenannte Besitzerin in Rage. „Stimmkommandos sind der größte Quatsch. Die klappen nie. Nie.“ „„Du Mistvieh“ ist kein gutes Stimmkommando“ weiterlesen
Die Reitbeteidigung
Wir haben jetzt eine Reitbeteidigung. Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, nimmt neue Drogen, die Qi Gong heißen oder so ähnlich, und die machen, dass ihr Gehirn weich wie Mash und ihr Verstand so leistungsfähig wie eine überreife Banane ist. Was an und für sich keine große Veränderung darstellt.
Aber alles in allem habe ich sie noch nie so entspannt und tolerant erlebt. Wie eine gütige Göttin schwebt sie durch den Stall und hat für jeden und jedes ein gutes Wort und ganz viel Liebe. Einziger Haken: Die Stallzeit geht von der Qi Gong-Zeit ab, was seelisch natürlich unpraktisch und unschön ist. Ich meine, Full-time spirituell führt natürlich wesentlich schneller zum persönlichen Nirwana als halb Stall, halb Buddha. Was also tun? „Die Reitbeteidigung“ weiterlesen
Ohne alles
Die Frau, meine sogenannte Besitzerin, war wieder im Internet und hat da was gesehen. Und das will sie jetzt auch. „So schön!“, schwärmt sie Frau Reitlehrerin vor. „Voll harmonisch und schön und überhaupt! Und das mach ich jetzt auch.“
„Und klappt das?“
„Noch nicht so toll“, gibt die Frau zu. „Meistens steht der Pfridolin nur rum und frisst.“ „Ohne alles“ weiterlesen
Das haben mir die toten Tiere in der Anderwelt gesagt
„Den Wasserkübel musst du nach da drüben stellen. Und die Heuraufe steht energetisch gaaaanz falsch“, stöhnt die Frau, meine sogenannte Besitzerin, die im Rahmen eines spontanen Energieanfalls den Stall umgestaltet. Beziehungsweise vom Mann umgestalten lässt. Das ist der, der uns irgendwann mal zugelaufen und komischerweise immer noch da ist. Sicherheitshalber findet das Ganze ohne den Stallbesitzer statt. Grund: „Der ist immer so negativ und hat eine violette Aura, der geht gaaaaar nicht“. So die Frau zum Mann. „Das haben mir die toten Tiere in der Anderwelt gesagt“ weiterlesen
Läuft bei uns
Da vorn raschelt es unheimlich. Sicherheitshalber bleibe ich stehen. Auf meinem Rücken hält die Frau, meine sogenannte Besitzerin, die Luft an und macht große Augen. Fragt nicht, woher ich das weiß, wir Pferde wissen sowas einfach. Komischerweise trägt das nicht zu meiner Beruhigung bei. Meine Idee war es schließlich nicht, bei windigem Herbstwetter auszureiten, wo ständig irgendwas wackelt und knattert und die wilden Tiere im Laub rascheln. Davon hat die sogenannte Besitzerin natürlich keine Ahnung. Die sitzt nur auf mir rum und zetert, wenn ich stehenbleibe. Wenn ich durchstarte, ist es aber auch irgendwie nicht richtig. Mit anderen Worten: Ich bin hier derjenige, der sich um die basic Sicherheitsmaßnahmen kümmert und für unser Überleben zuständig ist. „Läuft bei uns“ weiterlesen
Für euch gelesen: Die 12 Prinzipien der Pferdeausbildung
Pferdetraining ist Beziehungsarbeit, sagt Frau Reitlehrerin, und als die Frau, meine sogenannte Besitzerin, verständnislos guckt, empfiehlt sie ihr ein Buch. Es sind auch Bilder drin, lächelt sie, und da möchte die sogenannte Besitzerin am liebsten aus der Haut fahren bei so viel guter Laune. Danke, ich kann auch mit Buchstaben umgehen, sagt sie spitz. Aber nicht über den Cowboyhut wundern, sagt Frau Reitlehrerin noch und spätestens da ist die Neugier groß und zack!, das Buch gekauft. „Für euch gelesen: Die 12 Prinzipien der Pferdeausbildung“ weiterlesen
Tierkommunikation
Wir machen jetzt Tierkommunikation, das spanische Mähnenwunder und ich. Also haben wir ja immer schon gemacht, aber mehr so untereinander. Und jetzt, wo der Lutschi, der eigentlich Lucero heißt, aber die orale Phase nie überwunden hat, also wo jetzt der Lutschi so halbwegs in der Lage ist, mir gedanklich zu folgen, suche ich neue Herausforderungen. Nun ist der Lutschi ja jemand, der seine Gehirnzellen ausnahmslos fürs Mähnenwachstum benötigt. Da ist die nächste Steigerung – bingo! Die sogenannte Besitzerin, bei der es völlig unklar ist, ob sie überhaupt Gehirnzellen hat. Aber sie kann niedlich gucken und hat immer Leckerli in der Tasche, das sind gute Ausgangsvoraussetzungen. „Tierkommunikation“ weiterlesen
Für euch gelesen: Sprachkurs Pferd – Das Trainingsbuch
Die Frau, unsere sogenannte Besitzerin, ist ja nach eigener Ansicht ein Naturtalent. Im Rumsitzen auf uns, im Umgang mit uns, ach, mit eigentlich allem. Und wenn was nicht klappt, ist es immer die Schuld vom spanischen Mähnenwunder und von mir. Manchmal auch vom Mann. Das ist gerecht aufgeteilt, weil so jeder mal drankommt. Frau Reitlehrerin sieht das anders. Frau Reitlehrerin ist der Ansicht, dass da in mancherlei Hinsicht noch Luft nach oben ist. Zum Beispiel bei der Kommunikation. „Für euch gelesen: Sprachkurs Pferd – Das Trainingsbuch“ weiterlesen
Für euch gelesen: Longieren als Dialog mit dem Pferd – vielseitiges Longentraining am Kappzaum
Ich weiß nicht wie, aber unsere one and only Frau Reitlehrerin hat es tatsächlich geschafft, der Frau, meiner sogenannten Besitzerin, zwei Dinge in den Kopf zu setzen. Das eine: Sie will sich mehr bewegen, das andere: und dabei am Feintuning arbeiten. Es ist möglicherweise das feine Reiten, was sie da anstrebt, wir wollen es jedenfalls stark hoffen, vor allem für mich 😛
Außerdem findet sie es rasend spannend, wenn Frau Reitlehrerin ihren Dieter am Kappzaum longiert und der in schöner Selbsthaltung läuft, ganz ohne Ausbinder. Das würde sie zu gern auch können. Weil sie sich aber vor Frau Reitlehrerin nicht die Blöße geben und ihren Neid zeigen will, hat sie sich – überraschend listig, wie ich finde – einfach ein kluges Buch übers Longieren zugelegt. „Für euch gelesen: Longieren als Dialog mit dem Pferd – vielseitiges Longentraining am Kappzaum“ weiterlesen
